- Umfang/Format: 349 Seiten ; 8
- Erscheinungsjahr: 1968
- Einbandart und Originalverkaufspreis: Lw. : DM-Ost 7.80
- Sachgebiet: Schöne Literatur
»Es war ein Tagtraum, den er seit seinem ersten Besuch in Spanien 1933 viele Male geträumt hatte. In New York zur Zeit der Depression, in den Jahren seiner Ehe, im Krieg — immer war ihm Spanien als eine Art letzte Hoffnung erschienen. Spanien war als einziges in seinem Leben nie völlig bewältigt worden ...« Doch als der Amerikaner Ros Varona nach fünfzehn Jahren das stille kleine Dorf in Kastilien wieder betritt, aus dem sein Vater stammte, spürt er, daß es sich sehr verändert hat. Kalt und hart, unduldsam und engstirnig sind die meisten Menschen unter der Terrorherrschaft Francos geworden. Gegen seinen Willen wird Ros in einen Strudel dramatischer Ereignisse gerissen, die, durch die Vorbereitungen zu einer religiösen Fiesta ausgelöst werden. Die Fiesta des Heiligen Isidro wird zu einem Prüfstein für die Bewohner von Mozares: für den hinterhältigen Falangisten Leandro und den Mitläufer Hera-dito, für den Kommunisten Blas, das Mädchen Lota, das in den Schrecken des Bürgerkrieges seine Sprache verlor, und für Tomas, den reinen Tor, der — ein Sinnbild des geknechteten spanischen Volkes — im Passionsspiel den leidenden Christus verkörpern darf und unter den Geißelhieben der Henker stirbt. Schließlich aber auch für RosVarona, der nach Spanien kam, um seine zerbrochene Ehe zu vergessen. Er kann einen Teil jener Schuld abtragen, die ihn seit mehr als zehn Jahren bedrückt, weil er damals nicht den Mut aufbrachte, an der Seite der republikanischen Kämpfer für das einzustehen, was diesem von Klerus und faschistischer Falange beherrschten Volk noch immer vorenthalten wird.
Buchblock und Einband alters- und papierbedingt gebräunt, Einband und Buchblock mit kleinen Lesespuren, Gesamtzustand: gut
- Verlag:
- Berlin : Verlag Volk u. Welt
- Artikelnummer:
- B00007803
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- N30