- Ausgabe: 2. Auflage
- Umfang/Format: 206 Seiten ; 21 cm
- Erscheinungsjahr: 1982
Ingeborg Drewitz hält an ihrem Thema fest, sie schreibt ihre früheren Romane aus dem Berlin dieses Jahrhunderts fort. »Eis auf der Elbe« ist vom Verstehenwollen bis zum Beinahe-Verstummen der Autorin ein Bekenntnis zu dieser halbierten Stadt und ihren Menschen: eine gelungene Bestandsaufnahme, vier Wochen Geschehen im Zeitraffer.
Erzählt werden authentische Geschichten von Betrogenen und Selbstbetrügern, von der Suche nach dem andern und dem wiederentdeckten Ich, von den Widersprüchen der Freiheit in Wirklichkeit und von der Angst, die in Kälte umschlägt.
Im Mittelpunkt dieses Tagebuch-Romans steht eine Familie: Der Mann, in seiner Jugend begeisterter Schlittschuhläufer (»Ich war Amundsen«), ist Berufsschullehrer mit pädagogischem Eros, aber ohne Illusionen. Von den drei Töchtern möchte die eine aus ihrem Leben eine wahrhafte Alternative machen, eine andere ist mit einem Trinker verheiratet. Und schließlich die Frau selbst. Sie ist Strafverteidigerin, in jedem Prozeß neu engagiert, damit nicht nur Urteile vollstreckt werden, sondern hinterher auch noch Menschen sichtbar bleiben.
Eingebaut in diese Chronik der laufenden Ereignisse immer wieder das Private, Augenblicke des sogenannten kleinen Glücks: die Nachmittage mit den Enkeln, die Abende im Advent, die Lust am Kochen, am Dasein für die anderen.
ordentliches Exemplar, Einband und Buchblock mit kleinen Lesespuren, Gesamtzustand: gut, Autorenautogramm auf dem Vorsatzblatt
- Verlag:
- Düsseldorf : Claassen
- Artikelnummer:
- B00028576
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- A43