- Ausgabe: 3. Auflage
- Umfang/Format: 374 Seiten ; 20 cm
- Anmerkungen: Status nach VGG: vergriffen
- Einbandart und Originalverkaufspreis: : M 6.60
- Sachgebiet: Belletristik ; 2303 Belletristik
„Simenon hat überall Bewunderer, überall begeisterte Leser. Immerhin gibt es noch viele, die die Nase rümpfen und sagen: ,Simenon, ja gewiß — aber er schreibt zuviel l' (denn was ihm die längste Zeit schadete, war seine unglaubliche Produktivität) und die mich verstiegen schelten werden, wenn ich erkläre, daß ich Simenon für einen großen Romancier halte, vielleicht den größten und echtesten Romancier, den die französische Literatur heute besitzt. Diesen Pseudo-Feinschmekkern ist nicht zu helfen. Scheren Sie sich nicht um sie, Simenonl Machen Sie einfach weiter.”
Das schrieb 1939 Andre G ide über seinen Kollegen Georges Simenon, den geborenen Belgier, der in Paris lebte. Wie recht er hatte, wie gültig und treffend sein Urteil war, bestätigte dreißig Jahre später ein anderer Großer der schreibenden Zunft, der Engländer C.P.Snow:
„In vieler Hinsicht gleicht Simenon den großen Romanciers des 19. Jahrhunderts weit mehr als irgendein anderer Schriftsteller unserer Zeit. Ich meine damit nicht, daßeraltmodisch wäre oder sie kopierte. Im Gegenteil, er ist ungewöhnlich originell und verdankt fast alles sich selber. Aber er besitzt eine Freimütigkeitund Schaffenskraft, die ihn Vorgängern wie Balzac ähnlich machen. Er hat—das wurde so oft gesagt, daß es schon langweilig wird — ein erstaunliches Talent für Atmosphäre und Milieu."
Und Maurice de Vlam inck, der französische Maler und Grafiker, sagte zur Wirkung Simenonscher Werke:
„Ein Buch von Simenon interessiert jeden Menschen. Den Taxifahrer, das Mädchen für alles, ihre Gnädige, den Schlosser wie den Literaten und den Intellektuellen, den Durchschnittsfranzosen, den Gebildeten und den Ungebildeten."
Es dürfte wenige Schriftsteller geben, denen schon zu Lebzeiten — zu Recht, zu Unrecht? — so viel Lob gespendet wurde wie Georges Simenon. Kritiker und Essayisten sprachen vom Mysterium oder vom Wunder Simenon, suchten diesem auf den Grund zu kommen und stießen immer wieder auf eine schwerlich zu übersehende Identität zwischen dem am 13.2.1903 im belgischen Liöge (Lüttich) geborenen Autor und seinem Kommissar Jules Maigret, dem Helden eines 85 Bände umfassenden Zyklus, entstanden zwischen 1931 und 1973. Die Bedeutung dieser Figur, die mit ihrem Schöpfer viel mehr als die Liebe zur Pfeife gemein hat, ist im
Schaffen Simenons so groß, daß die etwa 41
120 weiteren Romane und Erzählungen als Non-Maigrets bezeichnet werden. Daneben stehen noch mehr als tausend Geschichten für Zeitungen, Zeitschriften, Magazine, über 180 Groschenromane, zahllose Reportagen und mehrere Memoirenbände, deren letzter, „Intime Memoiren" betitelt, das vorerst letzte Werk aus Simenons Feder ist, seit er 1973 be-
schloß, dem Roman und damit auch Maigret :•
Valet zu sagen.
Unsere Auswahl erfaßt aus der Vielzahl der $i
..„Fälle" drei bedeutsame Etappen auf dem Wege Maigrets zu Ruhm und Weltberühmtheit: „Maigrets erste Untersuchung", „Mai-
. gret und das Verbrechen in Holland" und ,,Maigret und der Minister".
gutes Exemplar, ordentlich,
- Verlag:
- Berlin : Verl. Volk u. Welt
- gebundene Ausgabe,
- Artikelnummer:
- B00073248
- Gewicht:
- 400 gr