- Umfang/Format: 392 Seiten ; 20 cm
- Erscheinungsjahr: 1975
Hans Greifer, Kranführer und Genosse, Geliebter und Ehemann, weigert sich, vom Autor auf einen Sokkel gehoben zu werden, und erzählt Geschichten und Märchen, die von ihm auf das zeigen sollen, was ihm wichtig ist. Dabei erweist er sich als einer, der um der Wahrheit willen lügt, der viele Gesichter schneidet und merkwürdigste Sichten hat auf die realen Dinge, die ihm nicht interessant genug sind, ehe sie ihm wirklich sind. Immer wieder versucht der Verfasser festzumachen, was dem Greifer nur von Wert in der Bewegung ist, er gerät dabei unter der Hand selbst zu einer Figur, die der von ihm geschaffenen Kunstwirklichkeit unterliegt. Wir erleben den Greifer und seine Welt widerspruchsträchtig von der hohen Warte eines Krankabinenfensters aus —nicht zuletzt deshalb mit heiterer Distanz.
Dieser Roman ist einheitlich in seiner formalen Uneinheitlichkeit, er ist episch, lyrisch und dramatisch, laut und leise und nur möglich aus der Sicht einer Volksgestalt, die mit ihrem Mutterwitz die ganze Welt ergreift.
ordentliches Exemplar, Einband und Buchblock mit kleinen Lesespuren, Buchblock altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand: gut
- Verlag:
- Halle (Saale) : Mitteldeutscher Verlag, VEB
- Artikelnummer:
- B00033486
- Gewicht:
- 400 gr