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Der innere Krieg : Roman / Volodia Teitelboim. Dt. von Wilhelm Plackmeyer

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  • Ausgabe: 1. Auflage
  • Umfang/Format: 513 Seiten ; 20 cm
  • Erscheinungsjahr: 1983
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: : M 13.90
  • Sachgebiet: Belletristik

Der Autor über sein Buch:
Die Phantasie ist in meinem Roman eine Notwendigkeit. Für das, was ich ausdrücken wollte, war der traditionelle Realismus keine Lösung. Ich wäre an der Oberfläche geblieben und hätte, um ein Bild zu gebrauchen, nur die Spitze des Eisbergs, also den kleinsten Teil, zeigen können. — Bei einigen Personen wie Pinochet, „Cesar Augusto", greife ich im wesentlichen auf konkrete Vorkommnisse zurück. Dabei habe ich eine Methode benutzt, die ich sonst im Roman grundsätzlich nicht verwende, das Dokumentarische, dessen ich mich wohlüberlegt und sparsam bedient habe ... Der Leser soll ihn in seinem Inneren kennenlernen und die krassen Gegensätze zwischen seinen Worten und seinen Taten abwägen, zwischen seiner Rede, in der er mit plumper Geschwollenheit Christus zitiert, und seinen entsetzlichen Handlungen. — „Fräulein Augusta" ist eine der Töchter Pinochets, die tatsächlich eine Besichtigung der Villa Grimaldi vornahm, von der ich zufällig erfahren hatte. Die Person verwandelt sich: Im Buch ist es ein kleines fünfjähriges Mädchen, das seiner leidenschaftlichen Gerechtigkeitsliebe nicht untreu wird. Aus diesem Vorfall habe ich eine Art Parabel gemacht: Alice nicht im Wunderland, sondern im Schreckensland. — „Oberst Dinaceni" trägt die Züge des Folterers Manuel Contreras, und der „Guaton Guachalomo" ist das lebendige Abbild von Romo. Sie handeln und bewegen sich gemeinsam mit Prototypen aus der Horrorfilmszene: Doktor Franken-
stein, Dracula, King Kong und andere Medienmonster. — Und die Hunde. Die einen werden als Folterinstrumente b nutzt, die anderen treten vor die UNO hin mit anklagenden Gebärden. Sie rennen nach Florenz. Es gibt Hunde auf der einen wie auf der anderen Seite. Dem Folterhund ist eine besondere Rolle zugedacht, indem er in der Villa Grimaldi zur Vergewaltigung eingesetzt wird. Seine Herren haben ihn Volodia genannt. Übrigens existiert oder existierte er wirklich. In einem offiziellen Bericht ist darüber informiert worden, mit Namen und übertragener Aufgabe. Ihn Volodia zu nennen beweist die ehrenvolle Zuneigung, die mir Pinochet und seine Vertrauensmänner entgegenbringen.
Volodia Teitelboim, geboren 1916 in Chillan (Chile), studierte an der Juristischen Fakultät der Universität Santiago, schloß sich mit 16 Jahren der in die Illegalität gedrängten kommunistischen Bewegung an. 1943 veröffentlichte er die Studie „Die Morgenstunde des Kapitalismus und die Eroberung Amerikas", 1952 seinen ersten Roman, „Das Lied der Pampa", 1956 den Roman „Saat im Wind". 1960 wurde er zum kommunistischen Parlamentsabgeordneten gewählt und 1965 zum Senator. Seit 1978 ist er der Herausgeber der in Madrid erscheinenden antifaschistischen Kulturzeitschrift „Araucaria de Chile". 1979 erschien in Mexiko sein Roman über den faschistischen Putsch des Jahres 1973, „Der Innere Krieg".
 

gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren, Buchblock altersgemäß gebräunt

Artikelnummer: B00046878
Verlag:
Berlin ; Weimar : Aufbau-Verlag
gebundene Ausgabe
Artikelnummer:
B00046878
Gewicht:
400 gr