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Der Tod eines Bienenzüchters / Lars Gustafsson. Aus d. Schwed. von Verena Reichel

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  • Ausgabe: 1. Auflage
  • Umfang/Format: 179 Seiten ; 19 cm
  • Anmerkungen: Lizenzausg. für d. Dt. Demokrat. Republik
  • Erscheinungsjahr: 1980
  • Schlagwörter: Schweden, ; Lehrer, ; Rentner ; Krebs

»Es gibt überhaupt keine Auswege. Wir sind ganz und gar in die Wirklichkeit, in die Geschichte, in unsere eigene Biologie hineingetaucht. Die Schwärze der Pupille ist identisch mit der Schwärze zwischen den Galaxien.«
Das ist eine der Aufzeichnungen aus den Notizbüchern des Lars Westin. Der ehemalige Volksschullehrer, der zurückgezogen in einer abgelegenen .Gegend Schwedens lebt und Bienen züchtet, stellt im Frühjahr fest, daß er höchstwahrscheinlich an Krebs erkrankt ist. Was fängt er an mit dem unkalkulierbaren Rest seines Lebens? Er könnte sich Gewißheit verschaffen, sich in irgendein Krankenhaus legen, würde immer magerer und kraftloser werden und nicht mehr Herr seiner selbst sein. Er kann sich diese Gewißheit auch verweigern und sich damit eine Art Hoffnung, einen Bewegungsspielraum schaffen, eine Frist, die er dringend benötigt, um sich die Frage nach dem Sinn der Existenz gerade dieses Ichs zu beantworten. Westin läßt den Brief mit dem Untersuchungsresultat verschlossen. So bleibt ihm noch Zeit zwischen den Einbrüchen des Schmerzes, dieser »furchtbaren, unerhörten, weiß-glühenden Kraft«, die keine Lügen, keine Ausflüchte gestattet, Zeit, um Vergangenes und Gegenwärtiges zu überdenken. In mühevollem Ringen mit sich selbst dringt er allmählich zu der bitteren Erkenntnis vor, ein Leben lang zuwenig gewollt zu haben. Ehe und eine große Liebe, seine letzte Chance zur Selbständigkeit, zur Klarheit über sich selbst zu kommen, zerbrachen wie so vieles andere, denn »nie haben die Leute das Gefühl gehabt, ich hätte irgendein Anliegen an sie«. Erst jetzt, als Westin sein Leben denkend erkundet, wird er wirklich, findet er zu seinem Ich, diesem Mittelpunkt, von dem Kreise ausgehen, die in sein Land, seine Zeit, die Menschheitsgeschichte und den Kosmos hineinreichen.
Der Schwede Lars Gustafsson (geb. 1936) erzielte seinen größten Erfolg mit »Risse in der Mauer<>, einer Serie von fünf Romanen, in denen sich die Zeit Ende der sechziger bis Mitte der siebziger Jahre dieses Jahrhunderts in Einzelschicksalen widerspiegelt. Zu dieser Pentalogie gehören auch das vorliegende Werk und die in der DDR erschienenen Romane »Wollsachen« und »Familienfest«.
 

ordentliches Exemplar, Einband und Buchblock  mit kleinen Lesespuren, Buchblock altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand: gut

Artikelnummer: B00040127
Verlag:
Berlin : Verlag Volk u. Welt
klappbroschur
Artikelnummer:
B00040127
Gewicht:
400 gr