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Der Schlüssel zur Affäre / Jean-Bernard Pouy. Aus dem Franz. von Karin Schulze

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  • Ausgabe: Dt. Erstausg.
  • Umfang/Format: 121 Seiten ; 19 cm
  • Erscheinungsjahr: 1991

Zu diesem Buch
Ich betrachtete dieses kleines Stück Schrott, das soviel Aufregung in die dunklen Geschäfte auf der ganzen Welt säte. Da war auch eine Nummer. LG28T. Ich versteckte den Schlüssel im Gras am Ufer, in der Nähe einer großen Kleepflanze.
Aber natürlich blieb der kleine Schlüssel nicht lange dort liegen. Alix, gerissen und naiv wie sie war, hielt mir meine beiden Pistolen unter die Nase, und ich mußte den Schlüssel wieder rausrücken. Und dieses blöde Stück Metall ist im wahrsten Sinne des Wortes der Schlüssel zum Ganzen. Zum Ganzen von was ? Keine Ahnung.
Jetzt sitze ich also, noch einen Monat bis zu meiner Pensionierung, mit meinem Kollegen Morvobec im Zug von Paris nach Bordeaux, um einen Untersuchungshäftling zu begleiten. Eine junge Frau, könnte meine Tochter sein.
Gendarme, der ich bin, fallen mir irgendwann zwei Typen im Gang auf. Nach dreißig Jahren sehe ich den Leuten an, wenn ihre Kleidung Verkleidung ist. Ich erzähle Morvobec davon. Er soll sich die Kerle auf dem Weg zur Toilette mal anschauen. Als ich die Handschellen von der Kleinen von seinem Handgelenk an meines befestigte, merke ich, daß sie wie Espenlaub zittert. Die seien ihretwegen da, meint sie. Und sie will raus aus dem Zug, schreit sie.
«Du hast recht», sagt Morvobec. «Einer steht links, zur Spitze des arges hin, aber auf der anderen Seite sind sie zu dritt. Und harmlos sehen sie nicht gerade aus . .. Was sollen wir tun? Das Handbuch gibt dazu eigentlich nichts her.»
Morvobec hat ja so recht. Das Handbuch gibt zuwenig her, wenn aus Theorie plötzlich Praxis wird.
Jean-Bernard Pouy, Jahrgang 1946, wurde für seinen Thriller «Geld für kleine Engel» (Nr. 2853) mit dem Grand Prix de la Ville de Reims 1986 ausgezeichnet. Danach folgten die Romane «Feuer für Jeanne» (Nr. 2852), «Volle Dröhnung» (Nr. 2856) und «Verdammte Ferien!» (Nr. 2896). Gemeinsam mit Daniel Pennac und Patrick Raynal schrieb er «Machtspiele» (Nr. 2961).
 

gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren,

Verlag:
Reinbek bei Hamburg : Rowohlt
Artikelnummer:
B00042001
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
P12