- Ausgabe: 1. Auflage
- Umfang/Format: 155 Seiten ; 18 cm
- Erscheinungsjahr: 1986
- Gesamttitel: BB ; 564
- Einbandart und Originalverkaufspreis: kartoniert : M 1.85
- Sachgebiet: Belletristik
Honore de Balzac stellte die beiden Novellen „Das Haus zur Ballspielenden Katze" und „Der Ball von Sceaux" an den Anfang seiner „Menschlichen Komödie" und räumte ihnen damit einen herausragenden Platz ein. Der Autor empfahl seine „Szenen aus dem Privatleben" den jungen Mädchen aus Bürgertum und Adel zur Lektüre vor der Heirat. Als Warnschilder waren sie gedacht, die Jugend vor Illusionen, Irrtümern und Vorurteilen zu schützen: Liebesgeschichten ohne Happy-End.
Augustin, Tochter eines Tuchhändlers der Rue SaintDenis, bricht aus dem Milieu ihres Elternhauses aus, heiratet einen mondänen Maler und grämt sich zu Tode, weil er sie mit einer Herzogin betrügt. Emilie de Fontaine, Tochter eines Adligen, verschmäht aus Standesdünkel den Mann, den sie zu lieben glaubt, und findet sich in einer grotesken Ehe mit ihrem greisen Onkel wieder.
Balzacs Novellen offenbaren aber mehr als nur die Folgen törichter Liebschaften oder Mesalliancen. Sie enthüllen das „wahre Sittengemälde", das Innenleben der französischen Gesellschaft zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Keine Kulturgeschichte, kein Bild hat das alte Paris kraftvoller und farbenprächtiger aufbewahrt als die Kunst Balzacs. „Ah, Balzac, Balzac", läßt Marcel Proust den Comte in der „Suche nach der verlorenen Zeit" sagen, „Zeit müßte man haben! ,Der Ball von Sceaux' zum Beispiel! Haben Sie den ,Ball von Sceaux` gelesen?"
ordentliches Exemplar, Einband und Buchblock mit kleinen Lesespuren, Gesamtzustand: gut
- Verlag:
- Berlin ; Weimar : Aufbau-Verlag
- broschiert,
- Artikelnummer:
- B00003050
- Gewicht:
- 400 gr