Ausgabe 1. Aufl.
Verleger Berlin ; Weimar : Aufbau-Verlag
Erscheinungsjahr 1986
Umfang/Format 130 S. ; 18 cm
Gesamttitel BB ; 570
Einband/Preis kart. : M 1.85
Sachgruppe 59 Belletristik
Fritz Hampel wurde bekannt und beliebt unter seinem Pseudonym Slang. Seit Beginn der zwanziger Jahre gehörte er zu den Mitstreitern an Leipzigs satirischer Zeitschrift „Der Drache", deren kurzzeitiger Chemnitzer Lokalredakteur er war. Im „Drachen" veröffentlichte er unter seinem Namen sowie den Pseudonymen Halep und Friha erste literarische Arbeiten, genau beobachtete Szenen aus dem Alltagsleben. Mitte der zwanziger Jahre wurde der Kommunist Fritz Hampel an die »Rote Fahne" geholt — als Zeichner. Doch bald merkte man, daß die Begabung dieses Mannes auf dem Gebiet des Wortes, besonders dem der Satire, lag. So verfaßte der nunmehrige Slang Feuilletons, Buch-, Theater- und Filmkritiken, Parodien und Gedichte. Mit spitzer Feder schrieb er mehrere hundert „Glossen vom Tage", die oft den Tag überlebten. Seine beliebtesten Angriffsziele waren „der deutsche Spießer jeder Couleur, der militaristische Paradeochse, die studienrätliche Patriotenvisage, die Potsdamer Moralwachtel", wie es Erich Weinert 1932 in seinem Nachruf formulierte.
Slangs Texte finden sich in zahlreichen linken Periodika der Weimarer Republik; in der „Arbeiter-Illustrierten-Zeitung" schrieb er Gedichte zu Bildern, im „Eulenspiegel" stehen Humoresken, Satiren, Parodien, im . „Atheist" Glossen gegen. das Muckertum, im „Illustrierten Volksecho" eine Serie „Mir Saggsn sin helle", in der „Weltbühne" zeitkritische Aufsätze ...
Als verantwortlicher Redakteur der „Roten Fahne" mußte er wegen sogenannten literarischen Hochverrats insgesamt zweieinhalb Jahre hinter Gitter. Er lernte die Gefängnisse in Leipzig, Berlin, Gollnow und die Fe. stung Auerbach i. V. kennen und — blieb seiner Überzeugung wie seinem Metier treu. Auf der Gründungs-
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Slang
gutes Exemplar, ordentlich,
- Verlag:
- aufbau
- broschiert,
- Artikelnummer:
- B00005688
- Gewicht:
- 400 gr