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Wunderbare Reisen zu Wasser und zu Lande, Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen, wie er dieselben bei der Flasche im Zirkel seiner Freunde selbst zu erzählen pflegt / Gottfried August Bürger

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  • Ausgabe: 1. Auflage
  • Umfang/Format: 97 Seiten : Illustrationen ; 21 cm, 248 gr.
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: fester Pappeinband : EUR 12.50
  • Sachgebiet: Deutsche Literatur ;Belletristik

Anlässlich der Aktion Halle liest 2010" veröffentlichen wir
in unserer Klassikerbibliothek die Lügengeschichten Münchhausens, wie sie von Gottfried August Bürger aufgeschrieben wurden. Die Geschichten sind weltbekannt, wurden zahllose Male nacherzählt und auch verfilmt.
 

Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, (* 11. Mai 1720 in Bodenwerder; t 22. Februar 1797 ebenda) war ein deutscher Adliger aus dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Er ging im Alter von 13 Jahren an den braunschweig-wolfenbütteler Hof zu Wolfenbüttel.1737 wurde er Page des heimlichen Prinzgemahls der zukünftigen Zarin Anton-Ulrich von BraunschweigWolfenbüttel. Anton Ulrich sollte sich in der russischen Aristokratie bewähren und weilte bereits in St. Petersburg und diente im Militär. Münchhausen reiste im Dezember 1737 nach Russland, wo er im Februar 1738 ankam. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist er noch im gleichen Monat seinem Herrn in den Russisch-Österreichischen Türkenkrieg (1736-1739) gefolgt. Einige der ihm zugeschriebenen Geschichten beruhen auf diesen kriegerischen Auseinandersetzungen. Die Geschichte vom berühmten „Ritt auf der Kanonenkugel" hat wahrscheinlich die Belagerung der osmanischen Krim-Festung Otschakow durch den russischen Oberbefehlshaber von Münnich zum Hintergrund.
1739 wurde Münchhausen von der Zarin zum Fähnrich der russischen " Braunschweig-Kürassiere " ernannt, dessen Regimentschef Anton Ulrich war. 1740 wurde er zum Leutnant und 1750 zum Rittmeister ernannt. Von seinem Freund, dem baltischen Landadligen Georg Gustav von Dunten, wurde er oft auf dessen Landgut nahe dem livländischen, jetzt lettischen Ort Ruthern (Dunte) eingeladen, wo beide der Entenjagd nachgingen. In einer Schenke der Stadt soll sich Münchhausen erstmals als Geschichtenerzähler betätigt haben. Auf von Duntens Landgut lernte der Baron auch dessen Tochter Jacobine von Dunten kennen, die er dann am 2. Februar 1744 heiratete. Ab 1750 verlebte Münchhausen mit seiner Frau auf dem ererbten Gut in Bodenwerder weitere 40 glückliche, wenngleich kinderlose Jahre.
Gottfried August Bürger (* 31. Dezember 1747 in Molmerswende im Ostharz; t
Juni 1794 in Göttingen) war der Sohn eine Landpfarrers. Sein Vater war an seiner Aus bildung nicht sonderlich interessiert, so das er es der Initiative des Großvaters verdank te, dass ihm der Weg zur höheren Bildung eröffnet wurde. Ab 1760 ging er auf die Stadtschule von Aschersleben, wo er jedoch wegen einer Schlägerei der Schule verwiesen wurde. Das Pädagogium in Halle nahm ihn als Schüler auf; dort freundete er sich mit dem Lyriker von Goeckingk an. 1764 begann er auf Druck seines Großvaters ein Studium der Theologie an der dortigen Universität. Erst 1768 wurde ihm erlaubt, an die Universität Göttingen zu gehen, um dort Rechtswissenschaften zu studieren.
Zu seinen Freunden in Göttingen zählte Heinrich Christian Boie, der ihm 1772 die Stelle eines Amtmanns in Altengleichen bei Göttingen verschaffte. Eine besonders enge Studien-Freundschaft verband ihn mit dem nach 1777 in Berlin wirkenden Aufklärer und Publizisten Johann Erich Biester (1749-1816). Mit ihm trieb er in Göttingen Shakespeare-Studien.
Im Herbst 1774 heiratete er eine Tochter des Justizamtmanns Leonhart zu Niedeck und zog bald darauf nach Wöllmarshausen, einem Dorf seines Gerichtssprengels. Seine Ehe war keine glückliche: Er verliebte sich in Auguste, die jüngere Schwester seiner Frau, die er in Gedichten als „Molly" besang. Das Verhältnis zu Auguste, die nach dem Tod von Bürgers Schwiegervater 1777 einige Zeit im Haus der Eheleute lebte, war Anlass zu innerer Verzweiflung. Nach dem Tod seiner Frau 1784 siedelte er nach Göttingen über, um sich durch Privatvorlesungen über Ästhetik, deutschen Stil und ähnliche Themen eine neue Existenz aufzubauen. Im Juni 1785 heiratete er endlich seine geliebte Molly. Ihr früher Tod am 9. Januar 1786 stürzte ihn von neuem in eine tiefe Krise und raubte ihm für lange Zeit die Lust an der dichterischen Arbeit.
 

Bürger, Gottfried August (Verfasser)

gutes Exemplar, ordentlich

Artikelnummer: B00066925
Verlag:
Halle : Projekte-Verl. Cornelius
gebundene Ausgabe,
Artikelnummer:
B00066925
Gewicht:
400 gr