- Ausgabe: 3. Auflage
- Umfang/Format: 343 Seiten : ?berwiegend Illustrationen ; 28 cm
- Einbandart und Originalverkaufspreis: Gewebe : M 78.00 3-362-00133-5 Gewebe : M 78.00
- Sachgebiet: Theater, Tanz, Film
Ihre letzte Rolle war »Die Spaziergängerin von Sanssouci«.
Romy Sehneider spielte sie aus Überzeugung, bezeichnete sieh selbst als die »geistige Urheberin« dieses Films. Der Stoff faszinierte sie, als sie das Buch von Joseph Kessel las. Und schließlich fand sie, nach Jahren, einen Produzenten und ihren Wunsehregisseur, Jacques Rouffio. Er aktualisierte die Handlung des Romans und verdeutlichte das Historische in der Gegenwart. Schwerste Schieksalsschläge begleiteten die Entstehung dieses Films: Sie begannen 1979 mit dem Tod ihres ersten Mannes, Harry Meyen, fanden ihre Fortsetzung mit einer lebensbedrohenden Nierenoperation und der Trennung von ihrem zweiten Mann, Daniel Biasini, und gipfelten in dem tragischen Unfall ihres Sohnes David im Juli 1981. Als Romy Schneider am 2g. Mai 1982, wenige Woehen naeh der erfolgreichen Pariser Premiere des Films in ihrer Wohnung in der Rue Barbet de Jouy von ihrem Lebensgefährten Laurent Petin tot aufgefunden wurde, war »Die Spaziergängerin von Sanssouci« zu ihrem künstlerischen Testament geworden. Romy Schneider hatte den »Ausgang des Tunnels« erreicht, von dem Alain Delon in seinem Abschiedsbrief nach ihrem Tode spraeh — ein Künstlerleben mit all seinen Widersprüchen, den glanzvollen Höhen und der tiefen inneren Zerrissenheit hatte sein unerwartetes jähes Ende gefunden. Frankreich war seit mehr als zwei Jahrzehnten zu Romy Schneiders künstlerischer Heimat geworden, seine geistige Welt mit Persönlichkeiten wie Françoise Sagan und Juliette Greco, Jean Cocteau und Mareel Mareeau und all den hervorragenden Regisseuren und Schauspielern formten ihren Lebensstil und ihr künstlerisches Profil. Dort fand sie auch die Themen und die Substanz ihrer großen Filmrollen, die als bleibende schauspielerisehe Leistungen in die Geschichte der Filmkunst eingegangen sind. Die Gestaltung des französischen Alltags, seiner sozialen Spannungen und menschlichen Schicksale in den Filmen »Die Dinge des Lebens« (1969), »Das Mädchen und der Kommissar« (1970)), »Ce'sar und Rosalie« (1972) und »Eine einfache Geschichte« (1978) wiesen sie vor dem Publikum in aller Welt als eine Sehauspielerin überragenden Formats aus, die mit Greta Garbo und Marlene Dietrieh vergliehen wurde. Öffentliche Anerkennungen, hohe Ehrungen und internationale Preise wurden ihr zuteil. Von außerordentlicher Bedeutung wurde für sie gleiehzeitig die Auseinandersetzung mit der faschistischen Vergangenheit.
Seydel, Renate (Herausgeber)
gutes Exemplar, ordentlich
- Verlag:
- Berlin : Henschel
- Das Buch wiegt über zwei Kilo und kann nur als Paket versendet werden (6.90¤ innerhalb Deutschland)
- Artikelnummer:
- B00064014
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- 2900 gr
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