31 S. mit s/w. Abbildungen,
Das nachklassische Deutschland des neunzehnten Jahrhunderts, in dem sich Restauration und Gegenrevolution mit der zunehmenden kapitalistischen Entwicklung vereinten, trieb seine größten Dichter, trieb Hölderlin und Heine in den Wahnsinn und in die Emigration. Mörike beugte sich wie so mancher in die Beschränkung und Beschränktheit der kleinbürgerlichen Idylle. Aber-er erkannte die Tragik seiner Existenz und blieb, um das Paradoxon zu gebrauchen, ungebeugt in der nge, bewahrte den Glauben — und wenn auch nur den Glauben — an die erneuernden Kräfte der Natur und des Lebens, den Frühling des Volkes. So hüten seine still persönlichen Verse den Geist des Humanismus als einen Funken, damit ihn Kommende entfachen.
Uwe Berger
Eduard Mörike, geboren am 8. September 1804 in Ludwigsburg. Nach dem Besuch des Stuttgarter Gymnasiums belegte er von 1818 bis 1822 die Klosterschule in Urach, 1822 bis 1826 Studium der Theologie in Tübingen, Vikar in verschiedenen Orten Württembergs, 1834 erhält er eine Pfarrstelle in Cleversulzbach, die er aus gesundheitlichen Gründen 1843 aufgibt, nach einem privatisierenden Aufenthalt in Mergentheim ist er von 1851 bis 1866 Dozent für deutsche Literatur am Stuttgarter Katharinenstift, letzte Lebensjahre in Stuttgart, Lorch, Nürtingen. Mörike starb am 4. Juni 1875 in Stuttgart. Einer der bedeutendsten deutschen Lyriker seit Goethe. Gedichtbände: Gedichte (1838), Gesammelte Schriften (1878), Werke und Briefe (1957).
Mörike, Eduard
gutes Exemplar, ordentlich,
- Verlag:
- Berlin, Neues Leben, 1969
- Heft
- Artikelnummer:
- B00068323
- Gewicht:
- 400 gr
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- HK1