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Lucrezia Borgia / Massimo Grillandi. Aus dem Ital. von Sylvia Höfer

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  • Ausgabe: Sonderausg., 3. Auflage
  • Umfang/Format: 318 Seiten : Illustrationen ; 22 cm
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: fester Pappeinband3-430-13456-0 fester Pappeinband
  • Sachgebiet: Geschichte und Historische Hilfswissenschaften

Fällt der Name Lucrezia Borgia denken heute noch viele an eine perverse und verschwenderische Frau, eine grausame Sünderin, eine perfekte Giftmischerin und Intrigantin, eine erbarmungslose Geliebte und Verführerin, an eine Mörderin. Belegt wurde dieses Bild im 19. Jahrhundert mit einem Netz von Fakten, das der modernen Geschichtsschreibung in keiner Weise standhalten kann.
Lucrezia, die 148o geboren wurde, war die betörend schöne Tochter von Papst Alexander VI., der als Ämterschacherer und Todfeind Savonarolas Verderben über die Christenheit brachte. Und sie war die Schwester des Cesare Borgia, genannt der Valentino, der göttliches und irdisches Recht herausforderte, um seinen Machthunger zu stillen.
Aber wer war Lucrezia Borgia wirklich? Massimo Grillandi zeichnet in dieser Biographie, für die er jahrelang recherchierte und alles glaubhafte Quellenmaterial auswertete, das Bild einer unbekannten Lucrezia, zart, menschlich, gütig und leidenschaftlich — ihrem unerbittlichen Schicksal ausgeliefert. Als die »Sonne der Erde« besang sie Torquato Tasso. Maler und Bildhauer versuchten, ihre Grazie und ihre Anmut festzuhalten. Wer aber nahm teil an ihrem grenzenlosen Leid? Sie durfte nicht lieben, wen sie lieben wollte. Sie wurde eingesetzt als Trumpf im Spiel um die Macht, zunächst als Ehefrau des Giovanni Sforza, dann von Alfonso d'Aragona und nach dessen Ermordung von Alfonso d'Este, dem Herzog von Ferrara.
In Ferrara zog Lucrezia, deren Bildung, Klugheit und Menschlichkeit ihrer Schönheit gleichkamen, die Gro-
ßen der Zeit an ihren Hof: Ariost, Bembo, Aldus, Manutius, Tizian und Dosso Dossi. Wer wollte die Zweiundzwanzigjährige tadeln, daß an ihrem Hof glanzvolle und ausschweifende Feste stattfanden?
Lucrezia war nicht nur eine umworbene Schönheit, sie war auch eine zärtliche und umsichtige Mutter, die ihren Kindern die beste Ausbildung angedeihen ließ — auch wenn sie nichts gegen die Trennung von ihnen ausrichten konnte.
Fast fünfhundert Jahre sind vergangen, seit ihr Stern erlosch. Massimo Grillandi bringt ihn in diesem Buch wieder zum Leuchten.
 

gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren

Artikelnummer: L00049399
Verlag:
Düsseldorf ; Wien ; New York : ECON-Verl.
gebundene Ausgabe
Artikelnummer:
L00049399
Gewicht:
400 gr