- Ausgabe: 1. Auflage
- Umfang/Format: 479 Seiten : 1 Illustrationen ; 21 cm
- Einbandart und Originalverkaufspreis: : M 18.00
- Sachgebiet: Medizin ; 1501 Humanmedizin, Stomatologie, Pharmazie, Gesundheitswesen
»Zusammen dichteten wir, trieben wir Medizin und Philosophie.« So beschreibt Friedrich Schiller seine Jugendfreund-schal t mit Friedrich Wilhelm von Hoven (1759-1838), der gleich ihm die Karls-schule in Stuttgart besuchte und mit dem er vom 13. bis zum 21. Lebensjahr »alle Epochen des Geistes gemeinschaftlich durchwandert« hat.
Hovens autobiographische Aufzeichnungen, eigentlich nur für die engsten Vertrauten gedacht und erst postum veröffentlicht, dokumentieren nicht nur die Geschichte seiner Beziehungen zu Schiller. Sie enthalten auch Erinnerungen an viele andere bedeutende Persönlichkeiten, denen der »köstliche Schwabe«, wie ihn Jean Paul nannte, begegnet ist: so an den Berliner Buchhändler Friedrich Nicolai, an den auf der Festung Hohenasperg gefangengehaltenen Dichter Schubart, an den Philosophen Schelling und dessen Frau Karoline u. a. Zugleich schildert der tüchtige Arzt in seinen Memoiren ein interessantes Kapitel deutscher Medizingeschichte, die er als Physikus, Universitätsprofessor und Medizinalrat in Württemberg und Bayern mitbestimmt hat. In
einer Zeit, da die Medizin noch an der Schwelle des Übergangs von der mittel alterlichen Heilkunst zur modernen Wissenschaft stand, da der Arzt ähnlich dem Bader, den er ablöste, oft noch als besserer Lohnbedienter angesehen wurde, wirkte der Aufklärer Hoven, auf die Kraft der Vernunft und Erfahrung bauend, für die gesellschaftliche Anerkennung seines Berufsstandes und damit für die bürgerliche Emanzipation überhaupt.
gutes Exemplar, ordentlich
- Verlag:
- Berlin : Rütten und Loening
- Artikelnummer:
- B00064856
- Gewicht:
- 400 gr