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Lappländisches Tagebuch / Alfred Otto Schwede

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  • Ausgabe: 2. Auflage
  • Umfang/Format: 249 Seiten : Illustrationen (z. T. farbige); ; 21 cm
  • Erscheinungsjahr: 1975
  • Schlagwörter: Lappland ; Christentum / Länder, Gebiete, Völker // Lappland (Landschaft) ; Lappland (Landschaft) / Reisebeschreibungen

lappländischer Geschichte. Ihnen begegnet der Autor ebenso wie der „Lappen-Anna", einem lebendigen Sinnbild der vergangenen Same-Zeit. Der Erzbergmann Markusson berichtet ihm von dem großen Streik der Erzbergarbeiter in Lappland im Dezember 1969, bei dem die schwedische Kirche ihre Solidarität mit der Arbeiterschaft durch eine außerordentliche hohe Kollekte unter Beweis stellte. Er wohnt in der Volkshochschule der Samen in Jokkmokk, einem wichtigen Kulturzentrum Schwedisch-Lapplands ; er trinkt Kaffee „türkisch" mit dem Waldsamen Nils Kuhmunen. „Es ist schön, wenn es kühl ist; da kann man gut denken", sagt der junge Mann in bunter Same-Tracht, und er beweist das, während er dem Besucher Rede und Antwort steht. Die schwierige Situation der Lappen, einer jahrhundertelang unterdrückten Minderheft, wird in diesem Buch deutlich. Kontraste werden aufgezeigt: Same-Slums, an denen das Wirtschaftswunder vorüberging — eine herb-schöne und in
•    zwischen gefährdete Landschaft — und
•    für uns unbekannte Formen des christ-
lichen Lebens und Verkündigens.
Ein buntes Mosaik aus Beobachtungen und Erlebnissen läßt uns den „hohen Norden" verständlicher werden — so wird Ökumene anschaulich.
Einmal — so weiß ein alter Bericht zu sagen — drohte ein Prediger einem Lappen, der sich nicht zum Christenglauben bekehren wollte, mit der Höllenstrafe, die auch schon seine Vorfahren betroffen habe. Da antwortete ihm der Mann: „Wenn mein Vater in der Hölle ist und dort gepeinigt wird, dann will ich auch dorthin. Es wäre doch gelacht, wenn ich, sein Sohn, nicht aushielte, was er aushält!" Heute gibt es in Lappland Christen verschiedenster Prägung, und auch von Glaubensspaltungen bleiben dort die Gemeinden nicht verschont. Der Autor dieses Reiseberichtes folgte 1971 einer Einladung nach Korpilombolo — im „schwedischen Finnland", vierzig Kilometer nördlich vom Polarkreis, liegt diesmal der Ort des alljährlichen Großtreffens, bei dem sich die nordskandinavischen Laestadianer zusammenfinden. Hier teilt der Autor das Abendmahl aus, hier erlebt er Liikutuksia — Gemütsausbrüche. Auf seinen weiteren Reisen lernt er das alte und neue Lappland kennen. Heute fischen Religionshistoriker und Archäologen nach den „Sejtern", steinernen Gottheiten, die eifernde Missionare ehemals in die Seen werfen ließen. Sie gehören — wie auch die kunstvoll geschnitzten Zaubertrommeln —, soweit sie die blinde Vernichtung überstanden haben, zu den kostbaren Zeugen
 

ordentliches Exemplar, Einband und Buchblock  mit kleinen Lesespuren, Buchblock altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand: gut

Artikelnummer: B00028504
Verlag:
Berlin : Evangelische Verlagsanstalt
Artikelnummer:
B00028504
Gewicht:
400 gr