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Hoffnung gegen die Not : mein Leben mit Paul Braune 1932 - 1954 / Berta Braune

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  • Ausgabe: 1. Auflage
  • Umfang/Format: 151 Seiten : Illustrationen ; 21 cm
  • Anmerkungen: Lizenzausg. d. Brockhaus-Verlag, Wuppertal. - Ausg. f?r d. DDR u.d. sozialist. Ausland Status nach VGG: vergriffen
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: Gewebe 3-374-00807-0 Gewebe
  • Sachgebiet: Christliche Religion ; 64 Sozialgeschichte

Am 16. Dezember 1987 wurde in den Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal bei Bernau des 100. Geburtstages von Paul Braune gedacht. Während der Gedenkfeier sagte sein Nachfolger im Amt, Pastor Uwe Holmen «Weil Paul Braune Gott gehorsam war, setzte er sich für..die Menschen ein. Und weil er beides mit ganzem Herzen, mit Güte und Entschlossenheit tat, darum .hat er viel Gutes schaffen dürfen.»
Über zwanzig Jahre hindurch war Berta Braune, die Autorin dieses sehr persönlichen Berichts, die Lebensgefährtin von Paul Braune. Als Leiter der Hoffnungstaler Anstalten und als Vizepräsident des Central-Ausschusses für die Innere Mission trug er große Verantwortung für die ihm anvertrauten Hilfsbedürftigen. Berta Braune erlebte den Kampf ihres Mannes gegen die Eingliederungs- und Vernichtungsaktionen des faschistischen Staates mit — und sie trug ihn mit. Sorgfältig hatte Paul Braune alle Angaben gesammelt, die ihm über Zwangsverlegungen aus Einrichtungen der Inneren Mission und über die Tötung sogenannten «unwerten Lebens» zugingen; er bemühte sich, die Zusammenhänge dieser Mordaktion zu ermitteln und ihre Weiterführung zu stoppen. Die ausführliche Denkschrift «Planmäßige Verlegung der Insassen von Heil-und Pflegeanstalten» überreichte er am 16. Juli 1940 zum Zeichen seines Protestes in. der Reichskanzlei. Der Text der Denkschrift ist in diesem Buch im vollen Wortlaut enthalten.
Die Schilderung der mit dem Thema «Euthanasie» verbundenen Ereignisse konfrontiert den Leser auf anrührende und zugleich Kenntnisse vermittelnde Weise mit einem dunklen Kapitel der jüngeren Geschichte. Der zeitgeschichtliche Hintergrund dieser Erinnerungen wird faßbar gemacht durch bisher unveröffentlichte Dokumente, Tagebücher und Briefe. Die Autorin schrieb diese Erinnerungen als Antwort auf Fragen von Kindern und Enkeln — ein beeindruckendes Beispiel erlebter, durchlittener und weitergegebener Geschichte.
»Für Paul Braune gab es nichts, das außerhalb der Hoheit Gottes lag. Berichtet wird also von einem Menschen, der Zivilcourage und Mut bewiesen hat. Er tat dies in einer Zeit tödlicher Bedrohung, indem er sich von dem klaren Gottesgebot «Du sollst nicht töten» zum festen Standpunkt führen ließ. Er tat es, als er sich nach dem Krieg mit ganzem Einsatz darum bemühte, das Verhältnis von Staat und Diakonie zu verbessern, eine förderliche Zusammenarbeit zu erreichen. Denn er wußte: Gott will, daß wir «der Stadt Bestes» suchen. Wenn wir heute neu nach einer verbindlichen Ethik fragen — hier ist eine Antwort, die Antwort eines Lebens.
 

gutes Exemplar, ordentlich,

Verlag:
Berlin : Evang. Verl.-Anst.
gebundene Ausgabe,
Artikelnummer:
B00073141
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
H28