- Umfang/Format: 31 Seiten : Illustrationen ; 22 cm
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- Sachgebiet: Belletristik
Der Dramatiker Friedrich Wolf hatte sein Debüt 1919 mit dem Schauspiel „Das bist du", der Lyriker schon ein Jahr
später mit dem schmalen Band „Fahrt", mit überwiegend stark expressiven Gedichten. Fortan wirkte der Dramatiker, Erzähler und Publizist immer auch als Lyriker, besonders durch engagierte Verse in Agit-Prop- und anderen Stücken. Zum 100. Geburtstag liegt nun diese kleine Auswahl vor. Erstaunlich jung und aktuell wirken die Gedichte; die Vielfalt der Themen und Stimmungen überrascht. Daß Friedrich Wolf dem ethischen Wert seiner Verse Vorrang vor dem ästhetischen gibt, kann nicht überraschen. Auch seine Gedichte sind seiner oft zitierten Maxime „Kunst ist Waffe" verpflichtet. Doch finden sich hier auch solche, in denen die Kunst Zwiesprache ist, Bekenntnis und innige Hinwendung zum Menschen, zärtliche Geste.
Helmut Preißler
Friedrich Wolf, geboren am 23. Dezember 1888 in Neuwied (Rhein). Stammt aus bürgerlich-liberaler Familie; Besuch des Gymnasiums, 1907 Abitur; kurzzeitig Kunststudent, dann Medizinstudium in Tübingen, Bonn und Berlin; 1913 Dr. med.; 1914 Schiffsarzt; im ersten Weltkrieg Bataillonsarzt, wird zum entschiedenen Kriegsgegner; 1918 Mitglied der USPD; als Arzt tätig, unter anderem in Dresden, Remscheid, Worpswede, Stuttgart; 1928 Mitglied der KPD und des Bundes Proletarisch Revolutionärer Schriftsteller; führende Tätigkeit im Volksfilm-Verband und im Arbeitertheaterbund; 1931 Verhaftung; nach Entlassung Reise in die Sowjetunion; 1933 Emigration über Österreich, Schweiz, Frankreich in die Sowjetunion; Vortragsreisen nach Amerika und Skandinavien; 1938 Versuch, über Frankreich nach Spanien zu gelangen; bei Ausbruch des zweiten Weltkrieges verhaftet und im Konzentrationslager Le Vernet interniert; 1941 Rückkehr in die Sowjetunion; Mitbegründer des Nationalkomitees „Freies Deutschland"; 1945 nach Deutschland zurückgekehrt, arbeitet er als Schriftsteller und Kulturpolitiker; 1950/51 Botschafter der DDR in Polen; ab 1951 als Schriftsteller in Lehnitz (bei Berlin); Friedrich Wolf starb am 5. Oktober 1953 in Lehnitz. Die neben dem dramatischen und erzählerischen Werk entstandenen Gedichte veröffentlichte Friedrich Wolf in den Bänden „Fahrt" (1920) und „Vox humana" (1947). Ausgaben: Gesammelte Werke (16 Bände,
• 1960/67).
gutes Exemplar, ordentlich,
- Verlag:
- Berlin : Verl. Neues Leben
- Heft
- Artikelnummer:
- B00068325
- Gewicht:
- 400 gr