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Erste Begegnung / Bella Chagall. Mit Zeichn. von Marc Chagall. Übers. von Lia Bernstein...

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  • Ausgabe: 3. Auflage
  • Umfang/Format: 261 Seiten : Illustrationen ; 20 cm
  • Anmerkungen: Enth. 24 Erzählungen
  • Erscheinungsjahr: 1983
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: Gewebe : M 11.20
  • Sachgebiet: Bildende Kunst

»Seltsam — ich möchte plötzlich schreiben, stammelnd in meiner Muttersprache schreiben, die ich nicht mehr gesprochen habe, seit ich mein Elternhaus verließ. So weit meine Kinderjahre von mir weggeglitten sind — jetzt kommen sie zu mir zurück, näher, immer näher... Vater, Mutter, die beiden Großmütter, mein stattlicher Großvater, unsere Familie, andere Familien, Hochzeiten, Beerdigungen, Reiche und Arme, unsere Straße, die Gärten — all das zieht an mir vorüber wie die tiefen Wasser der Dwina.. . « So bekennt Bella, die Frau von Marc Chagall, 1939 in dem Beitrag »Das Erbe«, mit dem sie den Band »Brennende Lichter« einleitet.
Am Vorabend des zweiten Weltkrieges, unter dem Eindruck der Judenverfolgungen im faschistischen Deutschland und in der Vorahnung ihres frühen Todes, entschloß sich Bella Chagall, den zärtlichen Bitten ihres Mannes zu folgen und ihre Erinnerungen an ihre Kindheit und Mädchenzeit im fernen Witebsk aufzuzeichnen. So entstanden diese memoirenhaften, zarten impressionistischen Skizzen über Bellas Elternhaus und ihre Heimatstadt, wo sie ihre erste verwirrende Begegnung mit dem jungen Maler hatte.
Unsere Ausgabe bietet eine Auswahl aus den Bänden »Brennende Lichter« und »Erste Begegnung«.
Marc Chagall hat die Erzählungen seiner Frau illustriert.
Bella Chagall wurde 1895 als jüngstes von sieben Kindern einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie in Witebsk geboren. Sie besuchte das Lyzeum und bestand in Moskau die Aufnahmeprüfung zum Studium der Literaturwissenschaften. Schon als Studentin war sie für das Theater tätig. Marc Chagall war Bella bereits als Fünfzehnjährige in Witebsk begegnet. Im Jahre 1909 porträtierte er sie als »Die Braut mit den schwarzen Handschuhen«. Im Jahre 1915, nach einem vierjährigen Arbeitsaufenthalt in Paris nach Witebsk zurückgekehrt, ging Marc Chagall mit der nun Zwanzigjährigen die Ehe ein, eine Gemeinschaft, die erst der vorzeitige Tod von Bella im Jahre 1944 zerstörte. Von der Ehe der Chagalls, die seit 1922 in Paris lebten, legt über die anmutigen Zeichnungen des Künstlers hinaus ein Satz Zeugnis ab, den Bella während ihrer Arbeit an den Erinnerungen niederschrieb: »Und ich denke daran, daß du, mein treuer Freund, mich oft so zärtlich gebeten hast, von meinem Leben aus der Zeit zu erzählen, als du mich noch nicht kanntest. Darum schreibe ich für dich. Dir bedeutet unsere Stadt mehr als mir, und du mit deinem warmen Herzen, du wirst auch das verstehen, was mir vielleicht nicht zu erzählen gelingt. «
 

ordentliches Exemplar, Einband und Buchblock  mit kleinen Lesespuren, Gesamtzustand: gut

Artikelnummer: B00010981
Verlag:
Berlin : Verlag Volk und Welt
gebundene Ausgabe
Artikelnummer:
B00010981
Gewicht:
400 gr