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Erinnerungen an Padua und Ravenna : 2 Kap. aus "Italienische Aufzeichnungen" von 1947 / Hans Carossa

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Ausgabe 1. Aufl. Verleger [Frankfurt (Main)] : Insel-Verlag Erscheinungsjahr 1981 Umfang/Format 114 S. : zahlr. Ill. (farb.) ; 18 cm Gesamttitel Insel-Taschenbuch ; 581 ISBN/Einband/Preis 3-458-32281-7 kart. : DM 10.00 Schlagwörter Giotto ; Padua ; Ravenna ; Ravenna ; Mosaik ; Ravenna / Kunst, Kunsthandwerk ; Padua / Kunst, Kunsthandwerk Sachgruppe(n) 12a Bildende Kunst, Kunstgewerbe

Hans Carossa, geboren am 15. 12. 1878 in Bad Tölz, ist am 12. 9. 1956 in Rittsteig bei Passau gestorben. 25Jährig legte er Promotion und medizinisches Staatsexamen ab und übernahm noch im selben Jahr die ärztliche Praxis seines Vaters, um sich bis i929 als Spezialist für Lungenkrankheiten namentlich der Tuberkulosebekämpfung zu widmen. 1910 erschien auf Empfehlung Hugo von Hofmannsthals im Insel Verlag sein erstes Buch >Gedichtes, dem bis 1956 zwölf weitere Werke folgen, autobiographische Romane, Tagebücher, Gedichte und Erinnerungen.
In den späten dreißiger Jahren und ersten vierziger Jahren reiste Hans Carossa immer wieder für längere Zeit nach Italien, um Distanz von den deprimierenden politischen Aktualitäten zu gewinnen und um sich dem Zugriff der damaligen Kulturpolitik zu entziehen. Vor diesem zeitgeschichtlichen Hintergrund entstanden von 1938 bis 1942 seine >Aufzeichnungen aus Italiens als Versuche, durch genaue und liebevolle Schilderung wenigstens im Wort abendländische Kulturtraditionen, die er bedroht sah, zu überliefern und zu bewahren. Zu den reizvollsten dieser Aufzeichnungen gehören seine Erinnerungen an Padua und Ravenna, worin er u. a. seine Begegnung mit den Fresken Giottos, die erstmals räumliche Perspektive und individuellen Ausdruck in die abendländische Malerei gebracht haben, schildert und in Beziehung setzt zu den byzantinischen Mosaiken in Ravenna, ihrer »höfischen Pracht und Zucht, der feierlich gemessenen Zurückhaltung. Diese Dauerbilder wollen bedeuten und gebieten, nicht erwecken, rühren und bekehren.» Carossas Schilderungen, ob sie nun über das unmerklich versinkende Grabmal des sagenhaften Dietrich von Bern, des 526 gestorbenen Gotenkönigs Theoderich oder über die Gruft der Kaiserin Galla Placidia berichten, sind so genau und korrespondieren so einfühlsam mit dem Geschauten, daß es ein Gewinn ist, durch Abbildungen und Reproduktionen des von Carossa Beschriebenen die zusätzliche Dimension seiner Deutungen wahrnehmen zu können.
 

gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren, Besitzerexlibris auf dem Titelblatt

Artikelnummer: B00035156
Artikelnummer:
B00035156
Gewicht:
400 gr