- Ausgabe: 1. Auflage
- Umfang/Format: 283, 48 Seiten : 67 Illustrationen ; 21 cm
- Einbandart und Originalverkaufspreis: Gewebe : M 14.80 3-353-00316-9 Gewebe : M 14.80
- Sachgebiet: Slawische und baltische Sprach- und Literaturwissenschaft
„An Simonow denken, das ist, als entsänne man sich einer entlegenen und nie ganz geglaubten Liebe”, bekennt Hermann Kant unter dem Eindruck des Todes von Konstantin Simonow im Jahre 1979. „Es rührt gewiß von den behutsamen, fast zaghaften Bekundungen gegenseitiger Sympathie her, mit denen wir einander begegneten, und sicher hat es auch mit den Umständen zu tun, unter denen wir uns trafen. Oder Abschied nahmen. Erste Begegnung mit einem Menschen von so hochberühmter Art hat immer etwas Heikles, denn der Mensch wird an seiner Legende gemessen, und das hält nicht jeder aus. Simonow hatte damit keine Mühe. Er schien nicht einmal von dem Problem zu wissen. Er war, wenn man das sagen kann, auf die natürlichste Weise ein edler Mensch ... Er wußte von den Pflichten, zu denen einer kommt, wenn er zu Ruhme kommt. Er hat sich nicht hinter seinem literarischen Ansehen unzugänglich für andere gemacht; er hat es genutzt für die anderen."
Konstantin Simonows Gabe, seine Zeit, die Menschen und die Konflikte in dieser Zeit genau zu empfinden, hat ihn als Dichter, Schriftsteller, Publizist und Filmautor in wechselhaften geschichtlichen Perioden immer wieder zum Sprecher seines Volkes gemacht. „Eine ganze Epoche unseres Lebens" nennt ihn die Dichterin Margarita Aliger. Daß Simo-
now selbst seinen Idealen „nicht immer entsprechen konnte, daß die Kraft mitunter dazu nicht ausreichte", sei — so der Literaturkritiker Boris Pankin — ein „Drama seines Lebens" gewesen. „Aber darin, daß es dieses Drama gab, daß er dazu fähig war, lag auch die Stärke seines Schaffens."
Die vorliegenden Erinnerungen stammen von langjährigen Vertrauten im In-und Ausland, von Angehörigen, Freunden, Mitarbeitern, Berufskollegen — so von Stephan Hermlin und dem amerikanischen Publizisten und Schriftsteller Harrison Salisbury, von Simonows einstigem Chefredakteur in einer Frontzeitung, seinem Verlagslektor in der DDR und seinem BRD-Verleger, von seinem Sohn Alexander, von seiner Sekretärin... Alle zusammen erschließen vielstimmig Simonows Persönlichkeit, die Motivation für sein Schaffen und öffentliches Wirken.
67 Fotos vermitteln ergänzend ein Bild von Konstantin Simonow, skizzieren seine Lebensetappen, zeigen ihn in der Öffentlichkeit, im Kreis von Freunden und in der Familie.
Aliger, Margarita Iosifovna (Verfasser), Dege, Waldemar (Mitwirkender)
gutes Exemplar, ordentlich,
- Verlag:
- Berlin : Verl. Volk u. Welt
- gebundene Ausgabe,
- Artikelnummer:
- B00058538
- Gewicht:
- 400 gr