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Das Wort setzt über : Theologie für Mündige, Meditation, Erzählung, Versuch, Biographie / Joachim Dachsel

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  • Ausgabe: 1. Auflage
  • Umfang/Format: 153 Seiten : Illustrationen ; 22 cm
  • Anmerkungen: Status nach VGG: vergriffen
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: : M 6.00
  • Sachgebiet: Christliche Religion ; 2500 Religionswissenschaften, Theologie, Atheismus ; 59 Belletristik

Wer jahrzehntelang so stetig und unbeirrbar mit der Sprache und dem Wort umgegangen ist wie Sie, hat sieh viele Freunde erworben — einige, mit denen er ständig Kontakt hat, andere, über die er sich ärgert, und viele, die er gar nicht kennt, die ungezählten Leser nämlich. Eingeweihte nur wissen um die schwierigen Wege eines Autors, diese wenig betretenen Pfade des Geistes, «nicht auf Rädern zu zwingen, auf vieren nieht noeh auf zweien und nieht mit Raketenschubkraft». Geduld aufbringen, in Verzweiflung geraten, langen Atem haben einige wissen solch Engagement zu sehätzen. Zu ihnen gehören wir Mitarbeiter im Verlag, die wir mit hohen Erwartungen zu Ihnen kamen, mit Terminen Ihren Arbeitsrhythmus störten oder gar mit Forderungen technischer Art. Wenn die Technik, die Polygraphie, sieh auch manchmal höchst vorwitzig gebärdete, tat, als würde sie den Autor schon kleinkriegen mit ihren immer neuen Forderungen, so haben Sie sieh auch jetzt nicht irritieren lassen. Immer neue Texte sind an Ihrem Schreibtisch entstanden, die bald in großer Auflage als Hefte von Hand zu Hand gingen, «Dein Wort ist meine Speise» oder «Ich glaube — was heißt das?», um nur zwei von zwölf kleineren Titeln zu nennen.
Ihre Bücher über Augustin, Jan Hus und Franz von Assisi sind besonders von Studenten gern gelesen worden. In Ihren Gediehten aber bringen Sie vermutlich das zum Ausdruck, was Sie am leidensehaftlichsten bewegt. Sie bitten uns, die Produktion von Fragezeichen zu steigern. In «Atomtest» warnen Sie: «Die stummen Fische schreien zum Himmel . . .» (naehzulesen in «Vor diesen Augen»).
Schreiben—eine zusätzliche Arbeit zu Ihrem Beruf als Dozent, zeitweise aueh Studienleiter, des Diakonenhauses Moritzburg? Oder nur die Fortsetzung, die Konsequenz daraus? Im Sehreiben sich versehenken, den nächsten Schritt erkennen, neue Lebensmöglichkeiten gewinnen. Die Vorarbeiten zu Ihrem Buch über Jan Hus führten über die Grenze hinweg nach Prag, ins Südböhmische, naeh Tabor, in die Landschaft der Hussiten. Schnell haben Sie dort Freunde gefunden, nicht ohne Ihr ganz besonderes Verdienst. Sie taten, was ungewöhnlich ist: lernten Tscheehiseh zusammen mit Ihrer Frau, nachmittags am Kaffeetisch. Und bewährten sieh bald in der neuen Sprache, nicht nur mit der Übertragung von wissenschaftliehen Texten. Vor allem kümmerten Sie sich um die Literatur, haben Erzählungen übersetzt und Gediehte, machten bis dahin Unbekannte wie Lubomir Nakladal, Veroslav Mertl und Zdenek Svoboda mit zwölf anderen Autoren bei uns bekannt in Ihrer Anthologie «Tau und Regen zu sein . . .» (1976). Es folgte 1981 «Das Gras blüht» von Lubomir Nakladal und 1985 von Veroslav Mertl «Das Haus zwisehen Wind und Fluß». So hat Ihre gern übernommene Funktion, «Dolmetseher zu sein von der Theologie zur Gemeinde», sich erweitert: Dolmetscher zwischen Tschechen und Deutsehen. Wir verdanken Ihnen wichtige Hinweise und eine regelmäßige Übersetzertätigkeit, die Sie meistens mit Ihrer Frau Ursula teilen. Unterriehten, Aufsätze konzipieren, Sprachen lernen, Übersetzen, Sehreiben — bedarf es einer so vieldimensionalen Tätigkeit, um endlich zu so nachhaltigem Erfolg zu kommen, wie es ihre Feuilletons «Die Nase im Gras» (1984) dann wurden? Hier die Leichtigkeit, die nieht spielend zu erwerben war, die Freiheit zur einfaehen Form, die so schwer zu machen ist.
Für beharrlieh geleistete Arbeit und viele Impulse dankt
Ihre Evangelische Verlagsanstalt
 

gutes Exemplar, ordentlich,

Artikelnummer: B00073123
Verlag:
Berlin : Evang. Verl.-Anst.
gebundene Ausgabe,
Artikelnummer:
B00073123
Gewicht:
400 gr