- Ausgabe: 1. - 10. Tsd.
- Umfang/Format: 333 Seiten : Illustrationen ; 22 cm
- Anmerkungen: Status nach VGG: vergriffen
- Einbandart und Originalverkaufspreis: Gewebe : DM 44.00 3-492-03558-2 Gewebe : DM 44.00
- Sachgebiet: Geschichte und Historische Hilfswissenschaften ; 06 Publizistik
Klaus von Bismarck zählt zu jenen Männern, die die Bundesrepublik mitgeprägt
• haben. In mancher Hinsicht steht sein Lebenslauf beispielhaft für jene Generation, die in der Weimarer Republik aufwuchs, das »Dritte Reich« bewußt miterlebte, im Zweiten Weltkrieg kämpfte und danach in und mit der Bundesrepublik einen neuen Anfang wagte. Der Neuanfang, das Lernen, das Sich-herausfordern-Lassen — das alles zieht sich wie ein Leitmotiv des Aufbruchs durch seine Biographie. Geboren 1912 in Pommern, wuchs er in Kniephof auf, das einst Otto von Bismarck gehört hatte und dessen letzter Erbe er war. Mit großer Anschaulichkeit schildert Klaus von Bismarck, der nach dem Abitur eine landwirtschaftliche Lehre absolvierte, das Leben auf den pommerschen Betrieben der Zwischenkriegszeit und läßt den Leser so einen Blick in eine versunkene Welt tun. In einem ausführlichen Kapitel beschäftigt er sich mit dem Krieg, den er — dreimal verwundet und vier Jahre in der Sowjetunion — als Reserveoffizier vom ersten bis zum letzten Tag mitmachte, immer wieder an der Front. Er versucht dabei, zu erzählen wie er »die brutale Wirklichkeit des Krieges« erlebt hat.
Besonders geht er auf die Frage des militärischen Widerstands ein: Die spezielle Situation des Frontoffiziers, sein Loyalitätskonflikt, auch seine Zweifel an den Erfolgsaussichten eines militärischen Staatsstreichs werden deutlich.
Nach dem Krieg ein neuer Anfang, als Leiter des Jugendhofes Vlotho und in Haus Villigst, dem Sozialamt der Evangelischen Kirche, wo die Industrialisierung der Arbeitswelt sein Thema wird. Von dort wechselt er in ein wiederum neues Feld. Klaus von Bismarck beschreibt
seine Tätigkeit als Intendant des WDR und die Möglichkeiten und Grenzen einer so herausgehobenen Position in der bundesdeutschen Medienlandschaft. Zum Schluß seiner beruflichen Laufbahn wird wiederum das Lernen wichtig, als er 1977 die Präsidentschaft des Goethe-Institutes übernimmt. Seine pommerschen Wurzeln blieben Klaus von Bismarck wichtig. Dennoch hat er sich schon sehr früh für die Anerkennung der Oder-NeißeGrenze und für eine konsequente Versöhnung mit Polen eingesetzt — auch wenn dies den Verlust seiner Heimat bedeutete. Damit ist sein »Aufbruch aus Pommern«
ein Stück deutscher Geschichte unseres Jahrhunderts.
Klaus von Bismarck, geboren am 6. März 1912, landwirtschaftliche Lehre. Teilnahme als Reserveoffizier am Zweiten Weltkrieg. Danach Leiter des Jugendhofes Vlotho und des Sozialamtes der Evangelischen Kirche in Haus Villigst. Mitglied des Präsidiums des Evangelischen Kirchentages, von 1961 bis 1976 In-
tendant des WDR, 1977 bis 1989 Präsident des Goethe-Institutes.
gutes Exemplar, ordentlich,
- Verlag:
- München ; Zürich : Piper
- gebundene Ausgabe,
- Artikelnummer:
- B00073130
- Gewicht:
- 400 gr
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