- Umfang/Format: 124 Seiten; ; 24 cm
- Anmerkungen: Lizenz d. Verlag Das Neue Berlin, Berlin.
- Erscheinungsjahr: 1974
Werner Steinberg wurde am 18. 4. 1913 in Neurode (Schlesien) geboren und lebte seit 1922 in Breslau, dem heutigen Wroclaw. Noch während der Vorbereitung auf das Abitur war er dort an der marxistischen Arbeiterschule tätig, studierte dann Pädagogik in Elbing und Hirschberg. Ein Versuch, über Lettland in die Sowjetunion zu gelangen, scheiterte. 1934 wurde er als Leiter einer antifaschistischen Gruppe in Breslau verhaftet und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Später war er Kontorist und Verlagsbuchhändler, veröffentlichte ab 1940 seine ersten Bücher. Nach 1945 arbeitete Werner Steinberg als Journalist und Schriftsteller in Süddeutschland. Ende 1956 verließ er die Bundesrepublik. Der Autor lebt als freischaffender Schriftsteller in Dessau.
In der DDR wurde Werner Steinberg mit seinem Heine-Roman „Der Tag ist in die Nacht verliebt" (1955) bekannt, dem er 1969 den Büchner-Roman „Protokoll der Unsterblichkeit" zur Seite stellte. Als sein Hauptwerk gilt eine vierbändige Romanfolge, der „Deutschland-Zyklus" (1957-1965), in dem die entscheidenden Etappen der deutschen Entwicklung nach Kriegsende in bewegenden Einzelschicksalen gestaltet sind. Er umfaßt die Romane „Als die Uhren stehenblieben", „Einzug der Gladiatoren", „Wasser aus trockenen Brunnen" und „Ohne Pauken und Trompeten" (FDGB-Preis). Die Erlebnisse des Autors in einer westdeutschen Tbc-Heilstätte liegen dem Roman „Hinter dem Weltende" (1961) zugrunde. Von Steinbergs Kriminalromanen spielen zwei in der BRD — „Der Hut des Kommissars" (RZ 227); „Und nebenbei: Ein Mord" (RZ 253) —, der letzte in der DDR — „Ein Mann namens Nottrodt". „Ikebana" erschien 1971, 1973 folgte der utopische Roman „Die Augen der Blinden".
Werner Steinbergs Bücher erschienen bei uns in einer Gesamtauflage von über anderthalb Millionen Exemplaren. Übersetzungen kamen in der Sowjetunion, Jugoslawien, Polen, Ungarn und der CSSR heraus. Nach zwei Erzählungen aus dem Alltag unserer Republik — „Der Schimmel mit den blauen Augen"; „Die Eselstreiberin" — hat der Autor jetzt einen großen Gegenwartsroman mit dem Titel „Pferdewechsel" geschrieben.
gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren, Buchblock altersgemäß gebräunt
- Verlag:
- Berlin : Verlag Volk u. Welt
- ROMAN-ZEITUNG, zweispaltig
- Artikelnummer:
- B00041970
- Gewicht:
- 400 gr