Daniil Granin
Sie nannten ihn Ur : Roman eines Lebens / Daniil Granin. Aus d. Russ. von Erich Ahrndt
4,70 € inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
- Ausgabe: 1. Auflage
- Umfang/Format: 383 Seiten ; 20 cm
- Erscheinungsjahr: 1988
- Einbandart und Originalverkaufspreis: Gewebe : M 9.80
- Sachgebiet: Belletristik ; 2303 Belletristik
»Auch im Auftreten unterschied er sich von allen anderen — er gab sich freier, ungebundener. Man spürte, seiner Natur war Bedenkenlosigkeit eigen. Er erlaubte sich, er selbst zu sein ... Ein Wesen aus einer anderen Epoche, archaisch, durch ein Wunder bis heute erhalten geblieben ...« So schreibt Daniil Granin über den Genetiker Timofejew-Ressowski, genannt Ur, einen Mann, den er selbst kannte und über alle Maßen verehrte. Granin schildert das komplizierte Leben dieses Forschers, in dem sich die großartigen und tragischen Ereignisse unseres Jahrhunderts z.T. auf paradoxe Weise spiegeln.
Geprägt durch die stürmische Entfaltung aller 'schöpferischen Potenzen in Wissenschaft und Kunst unmittelbar nach der Revolution wird Timofejew 1925 an das Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin-Buch geschickt, wo er sich bald zu einem weltweit anerkannten Geneti ker ' profiliert. Er bleibt langer als gedacht, erlebt Faschismus und Krieg in Deutschland, da er wegen der Angriffe gegen die Genetik als Wissenschaft In dieser Zeit nicht in die SU zurückkehren kann. Nach Kriegsende wird er verhaftet, bekommt aber bald wieder die Chance, auf seinem Gebiet zu forschen.
Die Biographie Timofejews, so ungewöhnlich und vielsagend sie auch sein mag, ist für Granin nur äußerer Rahmen. Er will vielmehr die innere Spannung und Dramatik dieses genialen Gelstes erfassen. Ihn fasziniert Timofejews Kraft und grenzenlose Vitalität, die einhergeht mit rücksichtslosem Forscherdrang, zugleich aber auch seine menschliche Würde erhält. Brennend aktuelle Fragen, wie das Zusammenspiel von Wissenschaft und Politik, Talent und moralischer Integrität, Schöpfertum und Selbstbehauptung bilden letztlich den gedanklichen Mittelpunkt dieses neuen, beeindruckenden Buches des Leningrader Autors.
Letzte DDR-Publikation von Daniil Gra• nin (geb. 1919) war die Novelle »Die Spur ist sichtbar noch« (Spektrum 1986).
gutes Exemplar, ordentlich
- Verlag:
- Berlin : Verlag Volk u. Welt
- 1. Auflage Auflage
- 383 Seiten
- gebundene Ausgabe
- Artikelnummer:
- L00046872
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- T1