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Hier Zensur - wer dort? : Antworten von gestern auf Fragen von heute||Der gefesselte Biedermeier : Literatur, Kultur, Zensur in der guten, alten Zeit / Heinrich Hubert Houben. [Mit e. Essay "Unparteiische Gedanken über die Zensur" von Günter de Bruyn]

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Heinrich Hubert Houben (1875 — 1935) veröffentlicht diese zwei Bücher 1918 bzw. 1924. Systematisch wertet er zahlreiche literarische Zeugnisse, Briefe, Tagebücher und die Akten des Preußischen Geheimen Staatsarchivs aus. So berichtet er von der Gründung der ersten deutschen Zensurbehörde durch den Kurfürsten Berthold von Mainz im Jahre 1486 und beschreibt anhand nachweisbarer Ereignisse die Buch-, Presse- und Theaterzensur in den verschiedenen deutschsprachigen Regionen bis etwa 1835. Es ist bis heute der einzige Versuch geblieben, die Rolle der Zensur über einen längeren Zeitraum darzustellen.
„Statt vor der anstößigen unmoralischen, kirchenfeindlichen und gotteslästerlichen Literatur zu warnen, war der seit 1765 in mehreren Ausgaben bei verschiedenen Verlegern erscheinende Katalog der verbotenen Bücher gerade ein Führer zu diesen unsauberen Quellen geworden und wurde von Liebhabern und Sammlern besonders erotischer Literatur niederster Sorte fleißig benutzt. Zu dieser Erkenntnis kam im Jahre 1777 endlich auch die Zensurhofkommission und zog daraus die einzig richtige Konsequenz: der Katalog der verbotenen Bücher wurde nun selbst auf den Index gesetzt." (Das Verbot des Katalogs verbotener Bücher)


gutes Exemplar, ordentlich

Verlag:
Leipzig : Reclam
1. Auflage Auflage
476 Seiten
Literaturverz. Seiten 461 - 465||Status nach VGG: vergriffen
kartoniert
Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft ; 19 Recht
Artikelnummer:
B00078033
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
E10