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Sonder-Nr. 64. Der Schatz der Sierra Madre / B. Traven

Gewicht: 0.4 kg

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  • Umfang/Format: 126 Seiten
  • Erscheinungsjahr: 1964

„Ein episches Talent größten Ausmaßes” nannte Kurt Tucholsky bereits 1930 den proletarischen Schriftsteller B. Traven, dessen Bücher in der gewerkschaftlich geleiteten Büchergilde Gutenberg erschienen. Schon in der Zeit der Weimarer Republik haben Travens Bücher eine große Leserschaft gefunden. Sie sind aus der Geschichte der proletarischen Literatur in Deutschland nicht wegzudenken. Seit den ersten Erfolgen seiner Werke hat man sich bemüht, die Person des Autors zu identifizieren, herauszubekommen, welcher Nationalität er angehört, in welcher Sprache seine Romane und Erzählungen geschrieben sind. Fest stand, daß er in Mexiko lebte, das Land und seine Bewohner, vor allem die Indios, genau und aus eigener Erfahrung kannte. Immer wieder wurde er „endgültig" aufgespürt, doch stets stellte es sich als falscher Alarm oder als Zeitungsente heraus.
Von den vielen Versionen, die kursierten oder noch kursieren, sind vor allem zwei von Bedeutung. Lange Zeit wurde von den Bevollmächtigten Travens verbreitet, der Schriftsteller sei Amerikaner, um die Jahrhundertwende in einer Großstadt des amerikanischen Mittelwestens geboren. Er habe keine zusammenhängende Schulbildung erhalten und ein schweres abenteuerliches Leben geführt. In letzter Zeit setzt sich jedoch immer mehr die Auffassung durch, Traven sei identisch mit dem deutschen Schriftsteller Ret Marut, der die anarchistische' Zeitschrift „Der Ziegelbrenner" herausgab und als Teilnehmer der Münchener Räterepublik vor der Reaktion flüchten mußte. Die jüngste Version verbindet beide Biographien. Danach soll Marut in den ersten Traven-Büchern Aufzeichnungen von Erlebnissen des „Amerikaners" literarisch verarbeitet haben.
Ein Welterfolg war bereits der erste Traven-Roman „Das Totenschiff" (1926), dem in rascher Folge „Die Baumwollpflük-
ker", „Der Schatz der Sierra Madre" und andere Bücher folgten.
Travens Hauptwerk bilden die Romane der Mahagoni-Serie (1930-1939), die in losen Episoden, aber doch in einer fortlau-
fenden Handlung mit durchgehenden Personen die Schicksale
einer Gruppe von Indios bis zur mexikanischen Revolution von 1911 erzählen, bis zu jenem Zeitpunkt, da sich die langjährige
Herrschaft des Diktators Porfirio Diaz in ein allgemeines Chaos
auflöste. Zu dieser Serie gehören „Der Karren", „Regierung", „Der Marsch ins Reich der Caoba", „Trozas", „Die Rebellion
der Gehenkten" und „Ein General kommt aus dem Dschungel" (1960 in der Roman-Zeitung erschienen). Travens eindrucksvolle Erzählungen sind in den Bänden „Der Banditendoktor" und „Der dritte Gast" zusammengefaßt.
 

Traven, B.

gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren,Buchblock altersgemäß gebräunt

Verlag:
Roman-Zeitung. - Berlin : Verlag Volk u. Welt|| Mehrteiliges Werk||Teil:
Artikelnummer:
B00041856
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
P13