222, Der Karren / B. Traven

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  • Umfang/Format: 158 Seiten ; 8
  • Erscheinungsjahr: 1967

Ein „epischesTalent größten Ausmaßes" nannte Kurt Tucholsky bereits 1930 den proletarischen Schriftsteller B. Traven, dessen Bücher in der gewerkschaftlich geleiteten Büchergilde Gutenberg erschienen. Schon in der Zeit der Weimarer Republik haben Travens Bücher eine große Leserschaft gefunden. Sie sind aus der Geschichte der proletarischen Literatur in Deutschland nicht wegzudenken. Seit den ersten Erfolgen seiner Werke hat man sich bemüht, die Person des Autors zu identifizieren, herauszubekommen, welcher Nationalität er angehört, in welcher Sprache seine Romane und Erzählungen ge-
schrieben sind. Fest stand, daß er in Mexiko lebte, das Land und seine Bewohner, vor allem die Indios, genau und aus eigener Erfahrung kannte. Nach vielen Zeitungsenten über seine Person wurde kürzlich in Mexiko ein aufsehenerregendes Interview veröffentlicht, das jedoch keine biographischen Fakten enthielt.
Von den zahlreichen Versionen, die kursierten und noch kursieren, sind vor allem zwei von Bedeutung. Lange Zeit verbreiteten die Bevollmächtigten des Autors, er sei Amerikaner, um die Jahrhundertwende in einer Großstadt des amerikanischen Mittelwestens geboren. Er habe keine zusammenhängende Schulbildung erhalten und ein schweres abenteuerliches Leben geführt. In letzter Zeit setzt sich jedoch immer mehr die Auffassung durch, Traven sei identisch mit dem deutschen Schriftsteller Ret Marut, der die anarchistische Zeitschrift „Der Ziegelbrenner" herausgab und als Teilnehmer der Münchener Räterepublik vor der Reaktion flüchten mußte. Darüber schreibt Rolf Recknagel in seinem beim Reclam-Verlag erschienenen Buch.
Ein Welterfolg war bereits der erste Traven-Roman „Das Totenschiff" (1926), dem in rascher Folge „Die Baumwollpflücker", „Der Schatz der Sierra Madre" (erschien 1964 in der RZ) und andere Bücher folgten. Travens Hauptwerk bilden die sechs Romane der Mahagoni-Serie (1930-1940), die in losen Episoden, aber doch in einer fortlaufenden Handlung mit durchgehenden Personen die Schicksale einer Gruppe Indios bis zur mexikanischen Revolution von 1911 erzählen, als sich die langjährige Diktatur in ein allgemeines Chaos auflöste. Zu dieser Serie gehören „Der Karren", „Regierung", „Der Marsch ins Reich der Caoba", „Die Troza", „Die Rebellion der Gehenkten" und „Ein General kommt aus dem Dschungel" (erschien 1960 in der RZ). Travens eindrucksvolle Erzählungen kommen 1968 in einem Sammelband heraus.
 

gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren, Buchblock altersgemäß gebräunt

Verlag:
Berlin : Verlag Volk u. Welt
ROMAN-ZEITUNG, zweispaltig
Artikelnummer:
B00041964
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
P13