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Ein Zeitalter wird besichtigt / Heinrich Mann. [Bearb. d. Bd.: Gotthard Erler. Mit e. Nachw. von Walter Dietze]

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  • Ausgabe: 1. Auflage
  • Umfang/Format: 732 Seiten; ; 20 cm
  • Anmerkungen: Status nach VGG: lieferbar
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: : M 12.00
  • Sachgebiet: Geschichte, Kulturgeschichte, Volkskunde ; 08a Schöne Literatur

Sein Kunsterleben ist vollendet ausgeklungen in den beiden letzten Romanen, dem „Empfang bei der Welt", einer geisterhaften Gesellschaftssatire, deren Schau platz überall und nirgends ist, und dein „Atem", dieser letzten Konsequenz seiner Kunst, Produkt eines Greisen-Avantgardismus, der noch die äußerste Spitze hält, indem er verbleicht und scheidet. — Auf ebendie-
selbe Weise hat der große Essayist sich vollendet in dem faszinierenden Memoirenbuch „Ein Zeitalter wird besichtigt", einer Autobiographie
als Kritik des erlebten Zeitalters von unbeschreiblich strengem und heiterem Glanz, naiver Weisheit und moralischer Würde, geschrieben in einer Prosa, deren intellektuell federnde Simplizität sie mir als Sprache der Zukunft erscheinen läßt. Ja, ich bin überzeugt, daß die deutschen Schullesebücher des 21. Jahrhunderts Proben aus die-sein Buch als Muster führen werden.
Thomas Mann, 1950
;,Ein Zeitalter wird besichtigt",
sagt er noch einmal, bevor er Abschied nimmt. Dieses Buch . . . faßt
die widerspruchsvollen und wach.
senden Erfahrungen eines reichen, in der Einsamkeit endenden, aber in die Welt wirkenden Lebens zusammen. Der große Dichter, der die
entscheidenden Erlebnisse seiner
Jugend und des ersten Mannesalters ,•
der westlichen Literatur verdankt, legt hier Zeugnis ab für die Sowjet:
•    union. Er, der tiefe Kenner d er  ranzösischen Literatur und der Französischen Revolution, bestätigt jetzt: „Die Oktoberrevolution ist, wie jede echte, tiefe Revolution, die Verwirklichung einer hundertjährigen Literatur." Er weiß, daß sie
schon begann, wenn ein einzelner russischer Bauer, der lesen konnte, im abgelegenen Dorf eines Winterabends beim Talglicht eine Volks-
.    erzählung von Tolstoi las und sie
anderen Bauern mitteilte. Die menschlichen, künstlerischen, politischen Erlebnisse im Exil haben Heinrich Manns Erkenntnis gefestigt. Im zweiten Kapitel dieses Buches und in vielen Briefen bezeugt er, daß es das Bündnis zwischen Werktätigen und I ntellektuellen war, welches Macht und Einfluß der Sowjetunion in der Welt
•    gegründet und ihr Ansehen gerade
•    bei Künstlern, Schriftstellern und Wissenschaftlern auch im Westen gestärkt hat.
Herbert Ihering,1951
 

gutes Exemplar, ordentlich

Artikelnummer: B00066739
Verlag:
Berlin, Weimar : Aufbau-Verlag
gebundene Ausgabe,
Artikelnummer:
B00066739
Gewicht:
400 gr