Phytopathologie und Pflanzenschutz / von Gerd Fröhlich. Unter Mitarb. von Reingard Beyer u. Eva-Maria Kleiner. [Zeichn.: Elisabeth Illert]

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Vorwort zu diesem Band
Wie in allen Wissenschaftsdisziplinen ist auch für die Gebiete Phytopathologie und Pflanzenschutz (gelegentlich auch als Phytomedizin bezeichnet) eine stürmische Zunahme wissenschaftlicher Erkenntnisse zu registrieren. Dieser Prozeß erschwert In steigendem Maße die Überschaubarkeit des Fachgebietes sowohl für den Lernenden als auch für den Lehrenden, wobei uneinheitliche Definitionen zahlreicher spezifischer Begriffe in der Literatur die Verwirrung vergrößern. Um einen Ausweg aus dieser Situation zu schaffen, bemüht man sich in zahlreichen Ländern bzw. wissenschaftlichen Vereinigungen um eine gewisse Vereinheitlichung der geläufigsten Definitionen bestimmter Begriffe, jedoch stets mit dem Hinweis, daß diese dynamischen Charakter besitzen und jeweils den gegenwärtigen Wissensstand reflektieren, was auch im vorliegenden Taschenlexikon nicht unbeachtet bleiben darf.
Beim Versuch, für die Gebiete Phytopathologie und Pflanzenschutz die Begriffsdefinitionen zu koordinieren, müssen zahlreiche angrenzende Wissenschaftsdisziplinen mit vielseitigen Fachtermini berücksichtigt werden, da unsere Wissenschaftsgebiete stark verflochten sind mit Botanik und Zoologie, speziell Herbalogie, Mykologie, Bakteriologie und Virologie, Entomologie, Akarologie und Nematologie, aber auch Ökologie in der gesamten Breite, mit Genetik und Pflanzenzüchtung, insbesondere Resistenzzüchtung, mit dem gesamten Pflanzenbau, der Meteorologie und nicht zuletzt mit Chemie, Physik und Technik, besonders im Hinblick auf Bekämpfungsmaßnahmen. Daraus ergibt sich, daß eine ganze Reihe Fachtermini diesen meist viel älteren Wissenschaftsdisziplinen entlehnt und gegebenenfalls den Bedingungen für Phytopathologie und Pflanzenschutz angepaßt wurden. Gleichzeitig verdeutlicht diese Aufzählung aber auch, welche breite Basis diese Fachgebiete voraussetzen, auf der sich Wissenschaftler und Praktiker zu bewegen haben.
Fachbegriffe stellen Kurzfassungen zur Erleichterung der gegenseitigen, auch internationalen Verständigung dar, deren Bedeutung und Gebrauch innerhalb einer bestimmten Wissenschaftsdisziplin durch Festlegungsdefinitionen eindeutig bestimmt werden sollten. Selbst wenn man davon ausgeht, daß bei der Begriffsbestimmung nur objektive Kriterien zugrunde gelegt werden, kann es bereits im internationalen Rahmen durch Fehlübersetzungen zu mangelhaften Definitionen kommen. Darüber hinatis ist nicht zu vergessen, daß der Erkenntniszuwachs einen dynamischen Prozeß darstellt, der einen Definitionswandel bestimmter Termini nicht ausschließt. Ungeachtet dieser Gefahren wurde bereits die Notwendigkeit der Abstimmung innerhalb bestimmter Wissenschaftsgebiete nachgewiesen. Das vorliegende Taschenlexikon stellt sich lediglich das Ziel, hierzu einen Beitrag zu leisten. Wir haben uns bemüht, die in der Fachliteratur und auch in analogen Lexika aufgezeichneten Definitionen zu bestimmten Fachtermini zu erfassen (was nicht wenige Kuriositäten erbrachte) und entweder die nach unserer Meinung zutreffendste Form auszuwählen oder entsprechend zu formulieren. Wo nötig, wurden auch mehrere Definitionen angeführt und gegebenenfalls eine Wertung vorgenommen. Dennoch sind wir keinesfalls der Auffassung, bereits in allen Fällen die günstigste und gültige Endfassung erreicht zu haben, sondern sind für alle sinnvollen Hinweise und Anregungen zur weiteren Verbesserung des vorliegenden Materials dankbar.

gutes Exemplar, ordentlich

Edited by
Gerd Fröhlich
Articlenumber:
B00077242
Weight:
400 gr
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