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Formen der humanistischen Utopie : Vorstellungen vom idealen Staat im englischen und kontinentalen Schrifttum des Humanismus 1516 - 1669 / Beate Gabriele Lüsse

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  • Umfang/Format: 270 Seiten ; 24 cm + Beil. (1 Bl.)
  • Erscheinungsjahr: 1998
  • Gesamttitel: Beiträge zur englischen und amerikanischen Literatur ; Bd. 19

Die vorliegende Untersuchung ist eine detaillierte vergleichende Analyse der Staatsideale bedeutender englischer und europäischer Humanisten des 16. und 17. Jahrhunderts. Sie zeichnet zugleich eine Entwicklungsgeschichte humanistisch-utopischen Denkens nach von der Erstpublikation der Utopia des Thomas Morus 1516 bis nach der Restauration der Stuart-Monarchie 1669 in England, wobei die antike Tradition sowie mittelalterliche Einflüsse nicht außer acht gelassen werden.
Die Verfasser humanistischer utopischer Schriften waren ausnahmslos hohe Staats- oder Kirchendiener. Sie alle hatten auf grund öffentlicher Position und Verantwortung ihren Blick für soziale Nöte und Reformbedürfnisse geschärft. Utopisches Denken im Renaissance-Humanismus erwuchs auch aus der allgemeinen Überzeugung, daß Vernunft und Bildung den Menschen dahingehend beeinflussen, daß er ein Bewußtsein der Eigenverantwortlichkeit für sein Schicksal entwickelt. Das unterscheidet ihn vom mittelalterlichen Menschen. Daher konnte es im Mittelalter keine Utopie geben. Denn der Appell zur Veränderung und zum Fortschritt zeichnet humanistisches utopisches Denken aus. Die Utopie spiegelt spezifische Probleme und Eigenheiten einer Epoche wider und stellt dem verbesserungswürdigen Dasein ein ideales Sosein gegenüber. Darüber hinaus ist sie stets Sprachrohr der menschlichen Sehnsucht nach Verbesserung von Mißständen. Gerade die sozialen und politischen Umwälzungen der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart zeigen, daß keineswegs das Ende der Utopie angebrochen ist. Die ihr innewohnende Hoffnung ist heute wie damals ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen geblieben.
Die Autorin: Beate G. Lüsse, Dr. phil., geb. 1961, Studium der Anglistik, Slavistik und Politikwissenschaft in Mainz, Promotion 1995 aufgrund vorliegender Arbeit, z. Z. in der Studienberatung eines Hamburger Weiterbildungsinstituts tätig.
 

ordentliches Exemplar, Einband und Buchblock  mit kleinen Lesespuren

Articlenumber:
B00021698
Weight:
400 gr
Storage space:
N32