- Umfang/Format: 160 Seiten : zahlreiche Illustrationen. graph. Darst. ; 27 cm
- Einbandart und Originalverkaufspreis: kartoniert 3-86105-056-0 kartoniert
- Sachgebiet: Bildende Kunst
Die Moritzburg zu Halle
Denkmal und Platz für ein lebendiges Museum
Mit der Moritzburg zu Halle, einst bevorzugte Residenz der Erzbischöfe von Magdeburg, Ernst von Wettin und Albrecht von Brandenburg, verbindet sich heute vor allem, daß sie ein herausragendes Baudenkmal inmitten der Stadt und zugleich Sitz der größten Kunstsammlung Sachsen-Anhalts ist. Ursprünglich als Demonstration erzbischhöflicher Macht gegenüber dem städtischen Bürgertum begründet, bald jedoch Ort glanzvoller Diesseitigkeit des kurfürstlichen Hofes in der Renaissance, später über lange Zeit verödet und zunehmend ruinös, belebten die Universität Ausgang des 19. Jahrhunderts und das städtische Kunstmuseum zu Beginn des 20. Jahrhunderts den traditionsreichen Platz erneut. So gibt die heute noch erhaltene Vierflügelanlage mit Ein- und Umbauten nachfolgender Jahrhunderte wie ein aufgeschlagenes Buch Auskunft über das Auf und Ab der Zeiten. Das vielgestaltige Bauwerk und die bereits jetzt öffentlich zugänglichen Museumsräume mit der ihnen eigenen Atmosphäre bieten den Besuchern eindrucksvolle Erlebnisse in der Begegnung mit Architektur und Kunst. Das Bauensemble und die reichen Museumsbestände lassen zugleich ahnen, welche weitergehende Fülle hier erschlossen werden kann, nachdem das Museum seit Beginn der neunziger Jahre nunmehr Hauptnutzer der Moritzburg ist und sich darin entfalten kann.
Die heutige Staatliche Galerie Moritzburg Halle ist ein Museum, dessen Traditionen auf seiner Lebendigkeit begründet sind. 1885 als „Städtisches Museum für Kunst und Kunstgewerbe" gegründet, sind von Beginn an bis heute fruchtbare Wechselbeziehungen zwischen den klassischen Sammlungen — Gemälde, Plastik und Grafik — und dem Kunsthandwerk — mit Arbeiten aus Glas, Keramik und Metall — wirksam. Diese Vielfalt bereichernd, kamen 1950 Münzen und Medaillen, vor allem aus Sachsen-Anhalt, und 1987 die Photographie als eigenständige Sammlungen hinzu.
Das heutige Museum befindet sich am historischen Ort der einstigen „Kunst- und Wunderkammer" in der Moritzburg, die Kardinal Albrecht schuf und 1541 mit nach Mainz bringen ließ, als er Halle für immer verließ. Nach seinem Weggang sollte es über drei Jahrhunderte dauern, bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine öffentliche Kunstsammlung an diesem Ort entstand. Anfangs dominierten darin Bestände älterer Kunst, wie mittelalterliche Schnitzplastik, Stein-
gutes Exemplar, ordentlich,
- Articlenumber:
- B00069175
- Weight:
- 400 gr
- Storage space:
- B1