Antiquariat Artemis

Der Schlangenfänger / Lasar Karelin. [Aus dem Russ. von Monika Tantzscher]

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  • Umfang/Format: 126 Seiten ; 20 cm
  • Anmerkungen: Status nach VGG: vergriffen
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: : M -.80
  • Sachgebiet: Belletristik

Moskau im Sommer 1980 oder 1981[A 1]: Der 39-jährige vorbestrafte Pawel Schorochow, Absolvent des Plechanow-Instituts und ehemaliges Parteimitglied, kehrt nach fünf Jahren in seinen Geburtsort zurück. Der Schnellzug aus Aschchabad hatte bis zum Kasaner Bahnhof mehr als drei Tage und Nächte gebraucht. Pawel hatte in der Karakum dort in den Subtropen unmittelbar an der sowjetischen-iranischen Grenze ein Jahr im Hochland als Schlangenfänger gearbeitet und sich damit 4000 Rubel verdient. In der Schlangenfarm nahe bei der Stadt Kara-Kala[2] hatte er für eine Kobra 30 Rubel und für eine Levanteotter 20 Rubel bekommen.

Pawels Leben ist verpfuscht. Als diplomierter Direktor der größten Moskauer Feinkosthandlung war er nach gerichtlichem Verhör wegen Bilanzfälschung, frisierter Protokolle, Preismanipulation und Unterschlagung zu acht Jahren Strafkolonie verurteilt worden. Nach vier Jahren Schufterei als Holzfäller war er wegen guter Führung vorzeitig entlassen worden.

Zu seiner ehemaligen Frau Sinaida, die sich um den gemeinsamen Sohn Serjosha wenig kümmert, kann er nicht gleich gehen. Sina hat wieder geheiratet. Pawels verwitwete Schwester Nina wohnt mit ihrer Tochter Olja ein ganzes Stück nördlich von Moskau in Dmitrow. Die Schwester hebt er sich für den Notfall auf. Also sucht Pawel als ersten einen Freund auf – Pjotr Grigorjewitsch Kotow in der Medwedkowoer[3] Schokalski-Straße. Pjotr hat ein Sarkom. Der Sterbende wird zu Hause von der Nachtschwester Lena, einer jungen kinderlosen, mutterseelenallein lebenden Witwe, betreut. Bevor Pjotr – ein ebenso zwielichtiger Geschäftemacher wie vormals Pawel – stirbt, übergibt er dem Freunde und früheren Geschäftspartner ein Schreibheft, in die alle dubiosen Geschäfte verschlüsselt notiert sind. Pawel soll die Aufzeichnungen entschlüsseln, bleibt aber mitten in den Nachforschungen stecken. So übergibt er das Heft einem Staatsanwalt. Denn die vermutlichen Köpfe der Moskauer Schieberbande sollen ebenfalls ihre Strafe abbekommen. Pawels Feinde schicken einen Messerstecher vor. Der sticht hinterrücks zu. Pawel hatte eine Grundregel des Schlangenfangs außer Acht gelassen: Abwarten vor dem Angriff. Sich umsehen nach einem weiteren Gegner aus dem Hinterhalt. Nichtsdestotrotz, Lasar Karelin hofft zusammen mit dem Leser auf das Überleben des Schlangenfängers. Denn der Verwundete wird von der treuen Lena, seiner künftigen Frau, am Tatort umsorgt. (Quelle: Wikipedia)

gutes Exemplar, altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand gut

Articlenumber:
B00072688
Weight:
400 gr
Storage space:
L70