Svjatlana Aljaksandraŭna Aleksievič
Die letzten Zeugen / Swetlana Alexijewitsch. Ins Dt. übertr. von Gisela Frankenberg
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Swetlana Alexijewitsch, geb. 1948 in lwano-Frankowsk (Ukrain. SSR), absolvierte 1972 die Journalistische Fa-
kultät der Universität Minsk und arbeitete bei verschiedenen Zeitungen, u. a. der belorussischen Literaturzeitschrift „Njoman".
Seit 1985 ist sie freischaffende Schriftstellerin.
Sie wurde mit ihren Reportagen „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht" (russ. Buchfassung 1985/dt. 1987) bekannt. Der gleichnamige Film wurde 1983 in Leipzig mit der „Silbernen Taube" ausgezeichnet. Die Bühnenfassung lief u. a. auch erfolgreich in mehreren Theatern der DDR. Gegenwärtig arbeitet die Autorin an einem Reportagenband über Afghanistan.
„Wir gingen und gingen, plötzlich fiel Grischka um und starb, sein Herz war stehengeblieben. Die ganze lange Nacht saß ich bei ihm, wartete auf den Morgen. Früh schaufelte ich mit den Händen eine kleine Grube für Grischa aus ...”
Zwischen zwei und vierzehn Jahren alt waren die Kinder damals im zweiten Weltkrieg, die Swetlana Alexijewitsch vier Jahrzehnte später nach ihren Erinnerungen befragte. Erinnerungen an eine Kindheit, die keine war, weil sie „verbrannt, erschossen, getötet wurde von Bomben und Kugeln, von Hunger und Furcht, vom Waisendasein". Schlaglichtartige Impressionen, Gedächtnisfetzen bei den Kleineren wechseln mit zusammenhängenden Berichten damals größerer Kinder, die zu einer erschütternden Lektüre werden.
„Ich hege die Hoffnung", schreibt die Autorin, „daß die stärkste, unbesiegbarste Waffe die menschliche Erinnerung ist ... Kindheit darf nie mehr Krieg heißen. Im Namen dieses meines weiblichen Glaubens entstand dieses Buch."
gutes Bibliotheksexemplar, ordentlich
- Edited by
- Svjatlana Aljaksandraŭna Aleksievič
- Articlenumber:
- B00078068
- Weight:
- 400 gr
- Storage space:
- P1