Unser Glaube mischt sich ein... : Evangelische Kirche in der DDR 1989 ; Berichte, Fragen, Verdeutlichungen / hrsg. von Jörg Hildebrandt und Gerhard Thomas

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  • Ausgabe: 1. Auflage
  • Umfang/Format: 126, 34 Seiten : Illustrationen ; 20 cm
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: kartoniert 3-374-01172-1 kartoniert
  • Sachgebiet: Christliche Religion ; 63 Geschichte und Historische Hilfswissenschaften


Vorwort
Was ist mit uns geschehen? Was ist durch uns geschehen?
Berichte, Fragen, Verdeutlichungen. Die Zeit ist kurz: wenige Wochen des Jahres 1989 nur. Der Raum ist klein: Ostdeutschland — die einstige DDR. Und dennoch ein unermeßlicher Zeitraum, der über Tag und Ort hinausweist, uns freiläßt und zugleich bindet in unvorstellbaren geschichtlichen Dimensionen.
Die Herausgeber dieser Broschüre haben den Versuch unternommen, stichwortartig — das heißt, ohne Anspruch auf letzte Vollständigkeit — die Rolle der Evangelischen Kirche im beginnenden Reformprozeß des Jahres 1989 zu beschreiben oder beschreiben zu lassen. Persönliche Zeitzeugenschaft. Die Kirche war dabei — auf allen Seiten, wie festzustellen ist. Die Provokation der Protestanten? Der Glaube mischte sich ein, doch fehl am Platz sind Selbstgefühl und Dünkel.
Unsere Themen: zum Beispiel der Konflikt um den Wahlbetrug im Mai, das Ausreisefiasko, die SED-Medienmanipulation, die Bedrohung durch den staatlichen Machtapparat, Begegnung mit Gruppen, Bürgerrechtsbewegungen und oppositionellen Parteien, das Arrangement von Christen- und Bürgergemeinde, die Kirchenvolk-Volkskirche in Dresden und Leipzig, schließlich auch die Kanten des Runden Tisches; freikirchliche und katholische Bemühungen werden ebenfalls angesprochen.
So überraschend für uns die Ereignisse des Jahres 1989 gewesen sein mögen, bei ruhiger Rückbesinnung spüren wir, daß mehr als «Zufall» oder «Gunst der Stunde» im Spiele war. Wollen wir den Demokratisierungsprozeß jüngster Zeit begreifen, müssen wir uns über Macht und Ohnmacht in unserem Land informieren, über das Kräftemessen von ungeduldigen Minderheiten und fügsamen Mehrheiten, von Kundigen und Unerfahrenen, von Protest-lern und Beschwichtigern.
Dies alles sind Fragen nach der Wirklichkeit. Als Bischof Dr. Christoph Demke im Sommer 1989 aus dem Urlaub zurückkehrte, schrieb er in pastoraler Verantwortung einen Brief an die Mitarbeiter seiner provinzialsächsischen Landeskirche — ernüchternd, mutmachend. «Wo liegt die Wirklichkeit unseres Landes?- Unser Glaube mischt sich ein. Er ist ja selber Streit um
 

gutes Exemplar, altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand gut

Verlag:
Berlin : Evang. Verl.-Anst.
broschiert,
Artikelnummer:
B00057559
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
D6