- Ausgabe: 1. Auflage
- Umfang/Format: 262 Seiten ; 20 cm
- Anmerkungen: Status nach VGG: vergriffen
- Einbandart und Originalverkaufspreis: : M 5.00
- Sachgebiet: Sprachwissenschaften ; 07a Sprach- und Literaturwissenschaft
Vorwort
Wenn man ein Buch über Redensarten in die Hand nimmt, wird man vielleicht vermuten, daß darin ihre Herkunft erklärt wird. Dies ist in der vorliegenden Auswahl nicht der Fall, wie es auch nicht der Zweck des Buches ist, die Redensarten nach ihrer Form und ihrer grammatischen Struktur zu unterscheiden und sie nach entsprechenden Kriterien zu kategorisieren. Das Ziel war eine Art Nachschlagewerk für weiteste Kreise, durch das der Benutzer auf verschiedenen Wegen an die Redensarten herangeführt wird. Hier erfährt er, was sie bedeuten, in welche Stilebene sie gehören und wie sie angewendet werden. Darüber hinaus sind die Wendungen entsprechend ihrer Bedeutungsähnlichkeit in Gruppen zusammengefaßt, aus denen dann — etwa bei der Formulierung eines Textes — die jeweils am besten passende Redensart ausgewählt werden kann.
Trotzdem sollen hier ein paar Bemerkungen zur Entstehung der Redensarten vorangestellt werden.
Es dürfte keinem Zweifel unterliegen, daß ein Großteil der Redensarten unserer Sprache aus älterer Zeit stammt. Damit soll aber nicht gesagt sein, daß sie alle in der Zeit geprägt wurden, auf die die in ihnen vorkommenden Wörter schließen lassen. Manche sind erst später entstanden. In vielen Fällen handelt es sich dabei wohl um zufällige Bildungen, und niemand vermag bei ihnen zu sagen, wer ihr Urheber ist. Sie sind mit der Zeit Allgemeingut geworden und haben sich als Ganzes völlig umgedeutet, das heißt in einer neuen Gesamtbedeutung, die nicht mehr als Summe der Bedeutungen ihrer Glieder verstanden wird — bis in unsere Tage gehalten; ja man kann wohl sagen, sie sind sogar recht lebendig geblieben.
Viele unserer Redensarten stammen aus den verschiedenen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens ihrer Entstehungszeit. So hat beispielsweise die Wendung alles über einen Leisten schlagen ihren Ursprung im Bereich der Schuhmacherei, jemanden auf die Folter spannen entstammt dagegen dem mittelalterlichen Rechtsleben. Andere, so zum Beispiel für jemanden eine Lanze einlegen, jemanden in Harnisch bringen, deuten auf eine Herkunft aus der Ritterzeit des Mittelalters.
gutes Exemplar, altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand gut
- Verlag:
- Leipzig : Bibliographisches Institut, VEB
- gebundene Ausgabe,
- Artikelnummer:
- B00072510
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- L51