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Museumsführer / Kunstsammlungen Chemnitz : [anlässlich der Eröffnung der neuen Ausstellungsräume der Kunstsammlungen Chemnitz - Museum am Theaterplatz, 2010] = Museum guide / Kunstsammlungen Chemnitz / [hrsg. von Ingrid Mössinger. Übers. Pa

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  • Umfang/Format: 455 Seiten : überweiterte Illustrationen ; 22 cm
  • Anmerkungen: Text dt. und engl.
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: kartoniert : ca. EUR 25.00, ca. sfr 40.00 (unverbindliche Preisempfehlung)
  • Sachgebiet: Künste, Bildende Kunst allgemein ; 060 Organisationen, Museumswissenschaft

Dieser Museumsführer erscheint anlässlich der Präsentation neuer Ausstellungsräume, deren Renovierung nach umfangreichen Baumaßnahmen 2010 abgeschlossen ist. Die neue Publikation zeigt 530 Werke von 230 Künstlern aus den Abteilungen Malerei, Skulptur, Grafik, Kunstgewerbe und der Stiftung Carlfriedrich Claus-Archiv mit dem Nachlass des Künstlers. Es handelt sich dabei lediglich um eine kleine Auswahl aus den über 70.00o Objekten aus dem Besitz der Kunstsammlungen Chemnitz. Ebenso dazu gehört eine Kunstbibliothek mit 70.00o Bänden.
Das Museum befindet sich in einem von Richard Möbius (1859-1945) entworfenen, 1909 eröffneten Gebäude. Chemnitz war damals eine sehr wohlhabende Stadt. Davon zeugt heute noch eines der ausgedehntesten Gründerzeit- und Jugendstilviertel Europas. 1903 erhielt Henry van de Velde (1863-1957) von einem Chemnitzer Unternehmer seinen ersten Auftrag, eine Villa zu bauen und sie vollständig auszustatten. Edvard Munch bestellte man als Familienporträtist. Für das Rathaus wurde das einzige, heute noch erhaltene Monumentalgemälde von Max Klinger (1857-1920) gestiftet.
Dem Typus nach sind die Kunstsammlungen Chemnitz ein kunsthistorisches Museum mit einer seit 1866 entstandenen Sammlung. Zeitlich beginnt der Bestand der Malerei Ende des 18. Jahrhunderts und der der Skulpturen Mitte des 19. Jahrhunderts. Schwerpunkte der Grafik bilden das 19. und 20. Jahrhundert. Den heterogensten Bestand zeigt das Kunstgewerbe mit Koptischen Stoffen aus dem 4. bis 8. Jahrhundert und bedeutenden europäischen Textil-. Plakate- und Tapetensammlungen. Das Museum besitzt die weltweit einzige museale Strumpfkollektion mit 4.000 Exemplaren aus den Jahren 1880 bis 1910.
Ein Glücksfall für die Kunstsammlungen Chemnitz war, dass der finanzielle Wohlstand mit der Entstehung der Moderne zusammenfiel. Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) wurde in Chemnitz geboren, Erich Heckel (1883-197o) und Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) verbrachten ihre Schulzeit hier. Angesehene Architekten, unter ihnen Erich Mendelsohn (1887-1953), erhielten bedeutende Aufträge. Ebenso ist eine große Anzahl wertvoller Kunstwerke unseres Hauses mäzenatischem Handeln wohlhabender Chemnitzer Unternehmer und Kunstfreunden zu danken. Dazu gehört die Familie Vogel (Koptische Stoffe, 1899), Erich Goeritz (1.000 Lithografien von Honore Daumier, 1926), Dr. Helmut Brückner (Zeichnungen des 19. Jahrhunderts, 1977), Hartmut Koch (85o Werke von Wolfgang Mattheuer, 2002/2009).
 

gutes Exemplar, ordentlich

Verlag:
Bielefeld : Kerber
Artikelnummer:
L00053695
Gewicht:
400 gr
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