Lehrbuch der Erdkunde Teil: Schuljahr. 10., Ökonomische Geographie der wichtigsten Staaten der Erde / Nach e. Ms. von Wolfgang Güthler u. Karl Troeger. Kartograph. Bearb.: Walter Heidenreuter

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  • Ausgabe: Ausg. 1955. Auswahl. 3. Auflage
  • Umfang/Format: 256 Seiten : mit Abb.
  • Anmerkungen: Status nach VGG: Pr?fung ausstehend

EINFUHRUNG
Im Geographieunterricht des 9. Schuljahres haben wir gelernt, welcher gesetzmäßige Zusammenhang zwischen den Dingen und Erscheinungen auf der Erdoberfläche besteht. Die physische- Geographie lehrt uns, wie das geographische Milieu, das die Menschen umgibt, beschaffen ist und wie es sich verändert.
Die ökonomische Geographie, mit der wir uns im 10. Schuljahr erstmalig befassen wollen, hat eine andere Aufgabe. Sie erforscht die Standortverteilung der Produk-
tion der materiellen Güter. In der Produktion gewinnen die Menschen die zu
ihrem Lebensunterhalt notwendigen Nahrungsmittel, Kleidungsstücke, Werkzeuge, Maschinen usw. Zur Produktion gehören auch die Menschen selbst mit ihrer Arbeits-
kraft, mit ihrer im Laufe einer langen Entwicklung erworbenen Produktionserfahrung
und Arbeitsfertigkeit. Dabei sind ihre jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnisse von größter Bedeutung. Die ökonomische Geographie schließt deshalb die arbeitenden
Menschen und ihre gesellschaftlichen Verhältnisse mit in die Betrachtung ein. Schließlich gehört auch der Verkehr unmittelbar zur Produktion. Er verbindet die Produktionsstätten untereinander und diese mit den Verbraucherzentren; er verbindet aber auch die Arbeits- und Wohnstätten der Menschen miteinander.
Alle Produktions- und Wohnstätten, aber auch die Verkehrsanlagen haben auf der Erdoberfläche einen bestimmten Standort. Diese Standorte und ihre räumliche Verteilung untersucht die ökonomische Geographie.
Die Standorte der einzelnen Produktionszweige in der Landwirtschaft, im Bergbau und in der Industrie sowie die Siedlungen und Verkehrsanlagen sind in den einzelnen
Ländern und Gebieten nicht gleich verteilt, auch wenn gleiche oder ähnliche geo-
graphische Verhältnisse gegeben sind. Deshalb stellt die ökonomische Geographie nicht nur fest, wo ein bestimmter Produktionszweig (Getreideanbau, Kohlebergbau,
Eisenverhüttung, Baumwollindustrie usw.) vorhanden ist, sondern sie untersucht auch, weshalb er in diesem oder jenem Land oder Gebiet entstanden ist und sich weiterentwickelt. Die ökonomische Geographie ist demnach, genauer gesagt, die Wissenschaft von der Standortverteilung der gesellschaftlichen Produktion als Faktor der Wirtschaftsentwicklung in den einzelnen andern und Gebieten.
Eine der Voraussetzungen, mit denen sich die ökonomische Geographie bei der Untersuchung der Standortverteilung beschäftigen muß, ist das geographische
Milieu. Alle in der Produktion verwendeten Stoffe (Bodenschätze, Lebensmittel,
Werkzeuge usw.) entstammen letzten Endes der Natur. Die Menschen führen einen ständigen Kampf mit der Natur. Sie lernen, diese immer mehr zu beherrschen und
benutzen sie zur Produktion von Gütern für ihren Lebensunterhalt. Deshalb ist das geographische Milieu eine der ständigen und notwendigen Bedingungen des materiellen Lebens der Gesellschaft.
Eine andere Frage ist es, inwieweit und wie die Menschen die von der Natur gegebenen Möglichkeiten ausnutzen. Dies hängt nicht nur von den natürlichen Bedingungen ab, sondern entscheidend von der Art, wie die Menschen wirtschaften, also von den jeweiligen ökonomischen Bedingungen.
 

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Berlin ; Leipzig : Verl. Volk u. Wissen
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B00059408
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