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Gossenreport : Betriebsgeheimnisse der Bild-Zeitung / Gerhard Henschel. Mit einem Gastbeitr. von Hermann L. Gremliza

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  • Umfang/Format: 220 Seiten : Illustrationen ; 19 cm
  • Erscheinungsjahr: 2008
  • Schlagwörter: Bild

Was heute in der "BILD"-Zeitung steht, steht morgen überall. Vielleicht ist es an der Zeit, sich mal genauer anzuschauen, was sie da eigentlich schreibt. Gerhard Henschel hat genau das getan und allerhand Würdeloses und Rüdes gefunden.

 

Vorwort zur Taschenbuchausgabe
Bild sei «die faszinierendste Zeitung des Kontinents», hat ihr Herausgeber und Chefredakteur Kai Diekmann in einem Interview mit der Weltwoche gesagt. Es wird sein Geheimnis bleiben, ob ihm dabei auch jene Leser durch den Sinn gegangen sind, die infolge faszinierender Bild-Reportagen über ihr Privatleben Selbstmord begangen haben.
Leichen pflasterten den Weg der Bild-Zeitung an die Spitze des europäischen Radaujournalismus schon viele Jahre vor Diekmanns Amtsantritt in der Chefetage. «Der Mädchen-Mörder: So habe ich sie abgeknallt», lautete am 11. März 1967 die Schlagzeile auf Seite 1, und die damals von Peter Boenisch geleitete Redaktion veröffentlichte bedenkenlos auch Leserbriefe von Absendern, die inhaftierten Gewaltverbrechern «den Folterkeller» wünschten. Von der genüßlichen Beschäftigung mit Sex, Gewalt und Tod zeugen bereits uralte Bild-Ausgaben, die in Bibliotheken vergilben und der Öffentlichkeit nicht so leicht zugänglich sind wie die jeweils neueste Nummer am Kiosk und der erstklassige, sorgfältig geführte Sündenkatalog, den Christoph Schultheis und Stefan Niggemeier unter der Adresse www.bildblog.de eingerichtet haben. Seit 2004 wird dort praktisch im Minutentakt alles verzeichnet, geprüft, korrigiert und für die Ewigkeit aufbewahrt, was Bild sich an Dummheiten, Gemeinheiten, skrupellos ausgestoßenem Sexualaffärengezeter, Geschichtsklitterung, heuchlerischem Moralbrimborium und groben Fahrlässigkeiten zuschulden kommen läßt — eine Sisyphusarbeit, auf deren Resultate viele heute noch ungeborene Historiker zurückgreifen werden, wenn sie den skandalösen Zustand der in Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit Einverständnis der Bundesregierung herrschenden Medienethik
 

gutes Exemplar, nur kleine Lesespuren

Verlag:
Reinbek bei Hamburg : Rowohlt-Taschenbuch-Verlag
broschiert
Artikelnummer:
B00043735
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
SB_1