Dreißig Jahre lang schrieb Kaiser Franz Joseph regelmäßig seiner »lieben Freundin«, der Burgtheaterschauspielerin Katharina Schratt, lange Briefe. Sehr persönliche Briefe, manchmal
_ humorvoll, manchmal melancholisch, mit vielen Stoßseufzern über die Politik der Donaumonarchie, aber auch voll Sorge und Freude über Familienereignisse in der Wiener Hofburg. Franz Joseph schrieb die
- Briefe ohne den geringsten Gedanken an eine spätere Veröffentlichung — sie bilden daher eine schonungslose und ungekünstelte Selbstdarstellung des sonst so unnahbaren und verschlossenen Kaisers.
Ein Auswahlband, der in den vierziger Jahren erschien, brachte einen ersten Einblick — doch befanden sich die Briefe damals noch im Besitz des Schratt-Sohnes, Baron Anton Kiss von Ittebe, und der Herausgeber, Jean de_ -Bourgoing, war zu Rücksichtnahme auf die Familie verpflichtet. Durch die auferlegten Kürzungen und Streichungen blieb vieles unklar. Inzwischen ist es der Österreichischen Nationalbibliothek gelungen, die Briefe für ihre Handschriftensammlung anzukaufen, und Brigitte Hamann erhielt als erste die Genehmigung zu einer
gutes Exemplar, ordentlich
- herausgegeben von
- Brigitte Hamann
- Verlag:
- Wien : Ueberreuter
- 558 Seiten
- gebundene Ausgabe, Hardcover
- Geschichte und Historische Hilfswissenschaften
- Artikelnummer:
- B00076059
- Gewicht:
- 1900 gr
- Lagerplatz:
- SB_1