Viktor Konezkis Meeresträume sind so bizarr, bunt und geheimnisvoll, wie es gute Träume stets zu sein pflegen. Als Steuermann des sowjetischen Forschungsschiffes „Newel" hat er auf großer Fahrt genügend Muße, sie zu einem kunstvoll-krausen Seemannsgarn zu verspinnen. Der phantasiebegabte Ozeanschiffer sieht Satan in einem dunklen Winkel an der Kajütendecke hängen, plaudert mit einem umgänglichen Neptun über Herman Melvilles weltliterarisches Epos „Moby Dick", erzählt von Pottwalen, gemarterten Haien, senegalesischen Zikaden und von der unvergeßlichen Nacht, in der ihn eine goldhaarige Frau in die Thanatologie einführte, die Lehre vom Tod. Mit seiner alten Gefährtin und Freundin Maria Jefimowa schlendert er durch die exotischen Gassen von Dakar und beschwört unter tropischer Sonne die Schneestürme der Arktis herauf. Umgeben von einer endlosen Meereswüste, unternimmt er philosophische Abstecher in die Bereiche des Irrationalen, denkt über andere, vor allem aber über sich selber nach und gelangt ein weiteres Mal zu der Einsicht, daß Dichten leichter ist als Selbsterkenntnis.
gutes Exemplar, ordentlich
- Verlag:
- Berlin ; Weimar : Aufbau-Verlag
- 1. Auflage Auflage
- 189 Seiten
- Status nach VGG: vergriffen
- gebundene Ausgabe, Hardcover
- Belletristik
- Artikelnummer:
- B00077277
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
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