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Nr. 167, Januar Folge 1976, Die 120 Tage von Sodom

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In der Republik von Salo, dem letzten Refugium italienischer Faschisten kurz vor dem Ende der Mussolini-Herrschaft, inszeniert eine Gruppe sadistischer Großbürger terroristische Grausamkeitsrituale: Junge Männer und Frauen werden als Lust- und Folterobjekte mißbraucht und erniedrigt, schließlich in einer perversen Orgie zu Tode gequält. In seinem letzten Film entwirft Pasolini jenseits spekulativer Intentionen und ästhetischer Gefälligkeit eine schockierende Vision menschlicher Machtbesessenheit und barbarischer Zerstörungslust inmitten hochgeistiger kultureller Verfeinerung. Der nach einem Roman von de Sade entwickelte Stoff ist zwar im Jahr 1944 angesiedelt, dient jedoch als Kommentar zur hedonistischen Konsumgesellschaft der Nachkriegszeit, die von Pasolini als apokalyptische Verfallsepoche begriffen wird ohne Hoffnung auf Veränderung. Ein radikaler, trostloser, erschütternder Film. In einigen europäischen Ländern wurde der Film Opfer staatlicher Zensur und gerichtlicher Ermittlungen. 

 


Originaltitel SALO O LE 120 GIORNATE DI SODOMA | SALO OU LES 120 JOURNEES DE SODOME  
Produktionsland   Italien/Frankreich  
Produktionsjahr 1975  
Produktionsfirma  P.E.A./Artistes Associés  
Regie  Pier Paolo Pasolini  
Buch  Pier Paolo Pasolini · Sergio Citti  
Kamera Tonino Delli Colli  
Schnitt  Nino Baragli  

Darsteller Sonia Saviange (die Pianistin) · Umberto Paolo Quintavalle (der Prälat) · Paolo Bonacelli (der Herzog) · Aldo Valletti (der Präsident) · Giorgio Cataldi (der Bischof) 

gut gepflegtes Exemplar

Artikelnummer: B00073841
Verlag:
Neues Filmprogramm, Herbert Weiss, Wien
periodisch erscheinende Filmzeitschrift (12 Seiten)
Artikelnummer:
B00073841
Gewicht:
400 gr