Ein Deserteur des Indochina-Heeres trifft in der nebligen Hafenstadt Le Havre eine junge Frau. Die beiden verlieben sich ineinander. Nur für zwei Tage und eine Nacht können sie miteinander glücklich sein: Der Deserteur, der sich vor der Polizei im Hafenmilieu versteckt, tötet den Vormund des Mädchens, der es mißbrauchen wollte. Er selbst wird von deren früherem Geliebten umgebracht, kurz bevor er das rettende Schiff für die Flucht erreicht. Eines der überzeugendsten Beispiele des poetischen Realismus des französischen Kinos jener Zeit. Es geht dem Film weniger um einen Kriminalfall als um den tragischen Konflikt zwischen einer niederträchtig korrupten Welt und dem Anspruch des einzelnen auf Glück. Ausschließlich in den Dekors von Alexandre Trauner gedreht, wird er von einem sehr stilisierten Fatalismus beherrscht, den die hervorragende Kamera durch konzentrierte Bewegungen noch unterstreicht. Das poetisch ins Bild gesetzte Le Havre spiegelt intensiv die inneren Stimmungen und Gefühle.
Originaltitel QUAI DES BRUMES
Produktionsland Frankreich
Produktionsjahr 1938
Produktionsfirma Ciné Aliance/Rabinowitsch
Regie Marcel Carné
Buch Jacques Prévert · Marcel Carné
Kamera Eugen Schüfftan · Louis Page
Musik Maurice Jaubert
Schnitt René Le Hénaff
Darsteller Michèle Morgan (Nelly) · Jean Gabin (Jean) · Michel Simon (Zabel) · Pierre Brasseur (Lucien) · Edouard Delmont (Panama)
gepflegtes Exemplar
- Verlag:
- Stuttgart, Wiedleroither (Eigenverlag)
- periodisch erscheinende Filmzeitschrift (20 Seiten)
- Artikelnummer:
- B00074830
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- FPW_1