- Ausgabe: 3., Auflage, 11. - 16. Tsd.
- Umfang/Format: 164 Seiten ; 18 cm
- Anmerkungen: Fraktur
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Inhalt
Der Assessor Hilarion Abwarter, der in Leipzig, Bonn und Berlin studiert hat, und die 19-jährige Ernesta, Tochter eines Kommerzienrates, lieben sich. Dem jungen Glück stehen zwei alte Herren im Wege. Ernesta kann nur erben, wenn sie ihrem Onkel, dem Baron Philibert Püterich, gehorcht und dessen guten Freund von Magerstedt heiratet. Der Baron wird von seinem Freunde erpresst. Püterich, ein grauer höhnisch-kalter Heimtücker, ist bei Magerstedt, einem ehemals aus seinem Regiment unehrenhaft entlassenen Offizier, verschuldet.
Einst, vor dreißig Jahren, hatte Rosa von Krippen den Baron unglücklich geliebt und war an gebrochenem Herzen gestorben. Der Geist des Fräulein Rosa, in der Stubenwand hinter der Tapete des Barons gefangen gehalten, kann sich, beflügelt durch seine Empörung über die Machenschaften der zwei alten Männer, vorübergehend frei machen, fliegt zu dem Liebespaar und setzt dieses ins Bild. Hilarion und Ernesta erfahren aus dem Munde der übernatürlichen Erscheinung auch noch, ein gewisser Einsiedler Konstantius, tief im Walde vor den Toren der Stadt hausend, wisse Abhilfe.
Trotz fehlender weiterer Informationen macht sich das Liebespaar an einem der heißesten Julinachmittage des Jahres in einer gemieteten Kutsche auf den Weg. Als das junge Paar schließlich den von starken Zahnschmerzen geplagten Einsiedler findet, will der von Städtern nichts wissen. Das ändert sich, als er erfährt, wer die Besucher geschickt hat. Der Eremit hatte nämlich, einst einer der elegantesten Gardeoffiziere, die Verlobte seines Jugendfreundes Püterich unglücklich geliebt und dafür dreißig Jahre in der Waldwildnis gebüßt.
Nach dreißig Jahren verlässt Konstantius zum ersten Mal den Wald, um seinen Bankier zu sprechen. Zuvor sucht der Eremit den Schneider, Haarschneider, Zahnarzt und Fräulein Rosas Grab auf dem Sankt Jokosi Kirchhof auf. Darauf begibt er sich zu Püterich und lässt noch Magerstedt kommen. Der Eremit liest den beiden alten Freunden die Leviten. Magerstedt wird das junge Mädchen nicht zur Frau bekommen. Der Geist von Fräulein Rosa, wieder hinter der Stubentapete, hört mit und frohlockt: „O werde du mir nur erst ganz zum Geist, Philibert!“ (Quelle: Wikipedia)
gutes Exemplar, ordentlich,
- Verlag:
- Berlin-Grunewald : Klemm
- gebundene Ausgabe,
- Artikelnummer:
- B00071695
- Gewicht:
- 400 gr