1 Dem poetischen Hörspiel früh
mit starkem Werkwillen verbunden, hat während der fünfziger Jahre der Dichter Günter Eich (1907-1975) wie keiner seiner Schriftstellerkollegen in der BRD den (scheinbaren) Mangel des Rundfunkapparates intensiv und fruchtbar für die imaginäre Form genutzt,. Er hat ein originäres und in sich geschlossenes Sprachkunstwerk von bleibendem Wert geschaffen.
Bei aller lyrisch-illusionistischen und gleichnishaften Ausprägung sagt sein lebendiges Hörwerk kräftig aus gegen den falschen Optimismus des bundesdeutschen Establishments. Bereits >Träume<, dieser Hörzyklus aus dem Jahre 1952, bietet durchweg Alpträume, wurzelnd in realen bedrohlichen, ja sogar faschistoiden Gegebenheiten. Wie vielgestaltig sich die artifizielle Metamorphose des Eichschen Hörspiels auch vollzog: Von Warn-über Verweigerungstexte bis hin zur Aufgabe von Fabel und Dialog und bis zur Reduzierung auf im Monolog realisierte Sprachkritik — alle Texte dieses >Sprachstellers< (Döblin) leben, auch wenn sie mitunter heiter-spielerisch oder gar philosophisch angelegt sind, aus einem .starken gesellschaftskritischen Antrieb heraus.
gutes Exemplar, ordentlich
- herausgegeben von
- Klaus Schuhmann
- Verlag:
- Leipzig ; Weimar : Kiepenheuer
- 1. - 7. Tsd. Auflage
- 280 Seiten
- Erscheint als: Gustav-Kiepenheuer-Bücherei||Status nach VGG: lieferbar
- gebundene Ausgabe, Hardcover
- Belletristik
- Artikelnummer:
- B00077270
- Gewicht:
- 400 gr
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