Antiquariat Artemis

Essen... stadteinwärts / Oliver Jordan. Hrsg. von Ricarda Fox und Manfred de la Motte. In Kooperation mit dem "Forum für Kunst und Architektur", Essen

Gewicht: 1.9 kg

Sofort lieferbar

18,70 €
inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Erscheinungsdatum: 2002 Umfang/Format 120 S. : überw. Ill. ; 34 cm, 1121 gr. ISBN/Einband/Preis 978-3-89904-048-7 Pp. : EUR 39.00
3-89904-048-1 Pp. : EUR 39.00 EAN 9783899040487

Der 1958 in Essen geborene Oliver Jordan gehört heute zu den außergewöhnlichsten Malern unserer Zeit
Mit diesem Buch wird deutlich, wie er schon in den achtziger Jahren gegen alle vorherrschenden Tendenzen und Widerstände. ohne Rücksicht auf Kritik und Kunstmarkt seinen künstlerischen Weg einschlug. Konsequent hielt er an „seiner" Vorstellung von realistischer Malerei fest, die er alsbald „neu" definierte.
Zwischen 1982 und 1986 erprobte er in seinem Atelier in Essen die Möglichkeiten der Malerei in der Portraitkunst und fand so nach über 500 Portraits (in gleicher Größe von je 42 x 32 cm) zu seinem eigenen unverwechselbaren Stil.
Der aggressive Malduktus, der Aufbau und Zerstörung gleichermaßen in sich vereint, wurde zu einem gewollten Mittel, nicht nur Gegenstand und Inhalt, sondern auch die Wahrnehmung des Betrachters in Bewegung zu halten.
Motiv ist immer das Motiv an sich, realistisch klar erkennbar ausder Ferne, gestisch, informell abstrakt, desorientierend aus der Nähe. Das visuelle Ganze ist ein Paradox, eine optische Täuschung, mittels derer Jordan Wahrnehmungen ständig infrage stellt, ein gestisch abstraktes Spiel, in dem das An- und Aufreißen der Farbe auch das An- und Aufreißen der einen Gegenstand begrenzenden Umrisslinie bedeutet. Durch diese scheinbare Widersinnigkeit werden Vielfalt, Widersprüchlichkeit und Komplexität von Erscheinungen wesentlich und erfahrbar.
In Zeiten der Globalisierung stellt Jordan Verortungen her, die als Relationen Orientierungen zulassen, und dem heute propagierten Verschwinden von Ort, Raum und Selbst in der Kunst entgegengesetzt sind. Seine Interpretation von Realität hat keine zynische, sondern eine soziale und visionäre Kraft.
Aufgezeigt werden neue Perspektiven auf vermeintlich vertraute Orte, indem er gleichzeitig das Raum- und Zeitkontinuum ins Paradoxe überträgt. Das Ergebnis ist eine unfassbar lebendige, sich im Blick des Betrachters ständig verändernde Malerei.
Hier wird nicht dem linearen Fortschrittsglauben gehuldigt, sondern dem sich selbstbewusst werdenden, beweglichen, viele Richtungen erkennenden Menschen, der sich seiner Ausgangsposition und seines Standortes bewusst wird.
Die Wurzeln dieser Malerei sind in Oliver Jordans Geburtsstadt Essen zu finden.
Das erste Kapitel von Essen ... stadteinwärts vermittelt den vom Künstler sensibel erfassten „Sound" der für seine Entwicklung bedeutenden Essener Jahre. Zum ersten Mal wird anhand einer biografischen Collage aus Tagebuchaufzeichnungen, Gesprächsmitschnitten, Bild- und Werkdokumenten Einblick in die Gedankenwelt des Heranwachsenden und Studenten der Kunstakademie Düsseldorf gegeben.
Das zweite Kapitel widmet sich den neueren Stadt- und Personenportraits von und aus Essen, gibt Einblick in Jordans Atelier auf Zeit in der Villa Hügel und schlägt die Brücke zur großen Portraitserie für das Konzerthaus in Dortmund, seiner aktuellen Auftragsarbeit.
„Stellen Sie sich bitte eine große Ausstellung in einem guten Museum (mit beträchtlichen Geldmitteln natürlich) vor, die den Arbeitstitel trüge: „Oliver Jordans Welt". Darin, versteht sich, etwa 50 Oliver-Jordan-Bilder. Und nun dürfen Sie 50 weitere Bilder wählen - aus allen Zeiten, Epochen, Ländern und Kulturkreisen ... Ergäbe das nicht ein phantastisches Panorama ?! Sehr viel jordanscher womöglich, als eine reine Retrospektive?!
(aus dem Epilog von Manfred dc la Motte
 

gutes Exemplar, ordentlich,

Verlag:
Heidelberg : Ed. Braus
Artikelnummer:
B00066571
Gewicht:
1900 gr
Lagerplatz:
D13