Professor Arata Osada, ein namhafter japanischer Wissenschaftler und Pädagoge (1887-1961), richtete 1951 an die Schüler verschiedener Lehranstalten in Hiroshima die Bitte, ihre Erlebnisse beim Abwurf der Atombombe niederzuschreiben. Das Ergebnis war überraschend: Mehr als zweitausend Kinder und Jugendliche folgten seiner Anregung. Nur ein Teil ihrer Berichte konnte in einem Buch erfaßt und veröffentlicht werden. Seitdem hat diese einzigartige Sammlung Millionen Leser in der ganzen Welt erschüttert. Erstmalig in der Literatur über die Atombombe setzen sich Kinder mit jenem Geschehen auseinander, das schon lange zurückliegt und das dennoch so gegenwärtig ist, als hätte es sich
gestern zugetragen. " Jetzt lebe ich bei der Tante. Aber ich kann Vater und Bruder bis heute nicht vergessen. Hiroshima war ein einziges Brandfeld. Ich erinnere mich noch so gut an das Dröhnen von damals, ich habe es bis heute nicht vergessen." Diese Worte schrieb ein Junge, der erst fünf Jahre alt war, als die Bombe fiel. Wie die anderen Kinder und Jugendlichen steht er noch immer ganz unter dem Eindruck des furchtbaren Geschehens. Ob es sich um eine unbeholfene Aufzählung konkreter Einzelheiten handelt, die für die Aufsätze der kleineren Kinder typisch ist, oder um die mit eigenen Gedanken aufgelockerten und darum stärker differenzierten Berichte von Oberschülern und Studenten — immer spürt man: der zeitliche Abstand hat das Erlebnis vertieft, es ist unauslöschbar geworden. So sind diese persönlichen Aufzeichnungen mehr als ergreifendes literarisches Dokument; sie sind Anklage und gleichzeitig eine eindringliche Warnung vor der drohenden Gefahr atomarer Vernichtung.
gutes Exemplar, ordentlich
- Verlag:
- Berlin : Verl. Volk u. Welt
- 2. Auflage Auflage
- 286 Seiten
- Teilausg.||Status nach VGG: vergriffen
- Lw.
- Geschichte, Kulturgeschichte, Volkskunde
- Artikelnummer:
- B00077371
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- 400 gr
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