KARL VALENTIN (1882-1948): „Wenn Karl Valentin in irgendeinem lärmenden Bierrestaurant todernst zwischen die zweifelhaften Geräusche der Bierdeckel, Sängerinnen, Stuhlbeine trat, hatte man sofort das scharfe Gefühl, daß dieser Mensch keine Witze machen würde. Er ist selbst ein Witz.
Dieser Mensch ist ein durchaus komplizierter, blutiger Witz. Er ist von einer ganz trockenen, innerlichen Komik, bei der man rauchen und trinken kann und unaufhörlich von einem innerlichen Gelächter geschüttelt wird, das nichts besonders Gutartiges hat. Denn es handelt sich um die Trägheit der Materie und um die feinsten Genüsse, die durchaus zu holen sind. Hier wird gezeigt die Unzulänglichkeit aller Dinge, einschließlich uns selber ...
Es ist nicht einzusehen, inwiefern Karl Valentin dem großen Charlie (Chaplin), mit dem er mehr als den fast völligen Verzicht auf Mimik und billige Psychologismen gemein hat, nicht gleichgestellt werden sollte..." (Bert Brecht, 1922)
Valentin, Karl Drescher, Horst [Hrsg.]
ordentliches Exemplar, Einband und Buchblock mit kleinen Lesespuren, Gesamtzustand: gut
- Verlag:
- Leipzig : Reclam
- Taschenbuch
- Artikelnummer:
- B00073208
- Gewicht:
- 400 gr
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- E21