- Ausgabe: 1. Auflage
- Umfang/Format: 166 Seiten ; 18 cm
- Erscheinungsjahr: 1980
- Gesamttitel: bb ; 440
- Einbandart und Originalverkaufspreis: kartoniert : M 1.85
- Sachgebiet: Schöne Literatur
Hermann Kesser begründete seinen literarischen Ruf mit zwei Prosaarbeiten, die 1912 im Verlag Rütten & Loening erschienen. Die historische Novelle um den Augsburger Scholaren Lukas Langkofler wie die Begebenheit aus unmittelbar vergangenen Tagen ließen aufhorchen wegen ihrer ausgefeilten Sprache und sicher gehandhabten Form. Sie wiesen ihren Autor als Kenner der großen erzählerischen Tradition des 19. Jahrhunderts aus und als Fortsetzer einer stilistischen Kultur, die so vollendet kaum im Werk eines Debütanten zu erwarten war. Die vom Atem immer noch erschütternder Ereignisse erfüllte Geschichte des jungen Hugenotten, deren Figuren historisch wahr und menschlich lebendig gestaltet waren, rechneten die Zeitgenossen Kessers bald zu den „zehn besten deutschen Erzählungen". Das Schicksal des Helden ist verwoben in ein grandioses Zeitgemälde, das die Pracht des Königshofes wie das dumpfe Elend der Pariser Gassen, den Glanz höfischer Feste wie die blutigen Greuel der Bartholomäusnacht in leuchtenden Farben festhält. Ihm gesellte sich im ruhigen, aber nicht weniger fesselnden Erzählgang der Bericht von einem „Verbrechen", mit dem die Täterin Elise Geitler den Verrat an ihrem Schützling, der jungen Gertrud von Sohr, ebenso rächt wie die ganz ähnliche, vor Jahrzehnten verübte Zerstörung ihres eigenen Lebens.
Hermann Kesser, der als politisch engagierter „Linksdenker" ...
ordentliches Exemplar, Einband und Buchblock mit kleinen Lesespuren, Buchblock altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand: gut
- Verlag:
- Berlin, Weimar : Aufbau-Verlag
- broschiert,
- Artikelnummer:
- B00006150
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- D21