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Briefe : in 1 Band. / Plinius der Jüngere. [Aus d. Lat. übers. von Werner Krenkel]

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EINLEITUNG
Plinius' Briefe sind halbierte Dialoge. Ein Mensch teilt sich anderen mit, Augenzeugen allesamt der Zeit um die erste Jahrhundertwende. Soziale Stellung, Haltung, Ansichten sind wenig unterschiedlich zwischen Sender und Empfänger der Briefe. Was der eine weiß, das ist auch dem anderen dem Wesen nach bekannt. Da ist kein Raum für tendenziöse Historiographie oder maliziöse Epigramme oder geißelnde Satire: statt dessen Normalität des Alltags, schmale Emotionsbreite tätigen Lebens, Schilderung des Details und damit höchste Authentizität.
DIE ZEIT
Als Plinius geboren wurde, stand Nero als Kaiser (54-68) des Römischen Reiches auf der Höhe seiner Macht. Im Innern des Imperiums herrschten geordnete Verhältnisse. Die Verwaltungsreformen des Kaisers Claudius (41-54) trugen Früchte. Die Stellung der Provinzen zu Rom war zu beiderseitigem Vorteil geregelt worden, was soviel heißt, man ließ die Kuh nicht weißbluten, sondern melkte sie nach Kräften. Getreide, Güter, Gold strömten nach Rom. Es wurde gebaut, nicht immer sinnvoll, dafür aber aufwendig. Rom verbrauchte mehr, als die Provinzen heranschaffen konnten. Zerrüttete Finanzen waren die Folge. Nero lebte, je länger er herrschte, seinen Neigungen und Lastern. Unruhe und Empörung unter der Bevölkerung wuchsen. Zwei Feuersbrünste legten große Teile der Stadt in Asche. Um einen Schuldigen vorzuweisen, ließ Nero die Juden und Christen als Brandstifter verhaften, kreuzigen, den Tieren vorwerfen und als lebende Fackeln verbrennen. Die senatorische stoische Opposition formierte sich. Sie sprach wohl noch von Republik, aber worum es in erster Linie ging, waren Sturz und Ersatz Neros. Die Verschwörung des Gaius Calpurnius Piso wurde verraten und blutig zerschlagen. Sie gab dem Kaiser willkommenen Anlaß, sich aller politischen und persönlichen Gegner zu entledigen. Der Philosoph Seneca, Lehrer und anfangs politischer Lenker Neros, der satirische Romancier Petron und der Epi-

gutes Exemplar, ordentlich

Verlag:
Berlin ; Weimar : Aufbau-Verlag
1. Auflage Auflage
511 Seiten
Status nach VGG: vergriffen
Gewebe
Klassische Sprach- und Literaturwissenschaft
Artikelnummer:
B00078147
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
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