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Trenck, Friedrich, Freiherr von der: Die Denkwürdigkeiten des Freiherrn Friedrich von der Trenck, mit der Geschichte des kaiserl. Pandurenoberst Franz Frh. von der Trenck Teil: Bd. 1

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  • Umfang/Format: 240 Seiten
  • Anmerkungen: Fraktur

Von der Trenck trat 1740 in die preußische Armee ein und wurde 1744 Ordonnanzoffizier Friedrichs des Großen. Ein Jahr später, 1745, wurde er inhaftiert. Es ist unklar, ob dies wegen einer allein von Trenck selbst in seinen Memoiren behaupteten und historiographisch nicht nachweisbaren Affäre mit der Prinzessin Amalie von Preußen, der Schwester des Königs, geschah. Ein 2008 aufgefundener Brief Trencks aus dem Jahr 1787 scheint allerdings zumindest eine große Vertrautheit zwischen ihm und der Prinzessin anzudeuten.[2] Als wahrscheinlichere Ursache wurden Trencks Beziehungen zu seinem Vetter Franz Freiherr von der Trenck angenommen, der in österreichischen Diensten stand.
Titelkupfer der ersten Ausgabe der Memoiren Trencks von 1787. Titel: Des Friedrich Freiherrn von der Trenck merkwürdige Lebensgeschichte.

Trenck gelang 1746 die Flucht aus der Festung Glatz. 1749 erhielt er in Wien eine Anstellung als Rittmeister bei einem kaiserlichen Kürassierregiment in Ungarn. Als er aber 1753 in Familienangelegenheiten nach Danzig reiste, wurde er auf Befehl Friedrichs II. erneut verhaftet und ohne ein Gerichtsurteil in der Zitadelle Magdeburg inhaftiert. Nach einem vereitelten Fluchtversuch wurde Trenck in das Fort Berge, welches zur Festung Magdeburg gehörte, verlegt. Dort schmiedete man ihn mit schweren Ketten an Händen, Füßen und Leib an. Erst 1763 wurde er aufgrund der Intervention der Kaiserin Maria Theresia entlassen.

Über Prag kehrte er nach Wien zurück, übersiedelte aber schon nach zwei Jahren mit Bewilligung des Kaisers zum ständigen Aufenthalt nach Aachen, wo er sich mit der Tochter des dortigen Bürgermeisters vermählte. In Aachen betrieb er einen Handel mit ungarischen Weinen und redigierte die Aachener Zeitung; die allzu freie Sprache einerseits, geschäftliche Verluste andererseits veranlassten Trenck Anfang der 1780er Jahre auf seine ungarischen Güter überzusiedeln.

In den folgenden Jahren beschäftigte sich Trenck mit literarischen Arbeiten und bereiste England und Frankreich. Mancherorts erregte er durch extreme, zeitunübliche politische Äußerungen Aufsehen; so soll er sich beispielsweise öffentlich für die Abschaffung der Privilegien des Adels, also derjenigen seines eigenen Standes, ausgesprochen haben.

Später gelangte Trenck abermals nach Paris; ob es sich dabei um eine offizielle Mission im Auftrag Österreichs als Beobachter der Ereignisse der Französischen Revolution handelte, ist nicht geklärt. Fest steht jedoch, dass er 1794 als angeblicher Spion im Gefängnis Saint-Lazare festgesetzt, vor dem Revolutionstribunal angeklagt und schließlich – nur zwei Tage vor dem Sturz von Robespierre – auf der Guillotine hingerichtet wurde. (Quelle Wikipedia)

gutes Exemplar, altersgemäß gebräunt, Einband etwas lichtrandig, Gesamtzustand gut

Artikelnummer: B00058780
Verlag:
Leipzig : Leipziger Graph. Werke
Artikelnummer:
B00058780
Gewicht:
400 gr